zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 19:59 Uhr

Handball : Au backe! Klatsche für TuS

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Vier Tore sind im Fußball eine ordentliche Ausbeute für ein Spiel, während sie im Handball eigentlich in nur wenigen Minuten erzielt werden. Die 1. Männer des TuS Esingen warfen allerdings am Sonnabend in ihrem Oberliga-Spiel beim FC St. Pauli in der gesamten ersten Halbzeit nur vier Tore, nachdem sie in den ersten 18 Minuten lang sogar komplett torlos geblieben waren (Spielstand 5:0). „Dass wir in einer halben Stunde nur vier Erfolgserlebnisse hatten, ist eigentlich unfassbar“, sagte Claas-Peter Schütt, zusammen mit Till Krügel TuS-Trainer, nachdem die Tornescher mit einem in dieser Höhe bitteren 14:26 ihre erste Saison-Niederlage kassiert hatten.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2015 | 17:13 Uhr

Seit der FC St. Pauli im Sommer 2011 in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein aufstieg, missfällt es all seinen dortigen Gegnern, dass bei Heimspielen des Kiez-Klubs nur Handbälle ohne Haftmittel zugelassen sind. Böse Zungen sagen, nur aufgrund dieses ganz speziellen Heim-Vorteils hätte St. Pauli in den letzten Jahren den Klassenerhalt geschafft. „Ich wäre dafür, dass mindestens ab der Oberliga immer mit Backe gespielt wird ‒ und wer keine Halle hat, in der Haftmittel zugelassen sind, kann eben nicht in der Oberliga starten“, sagte Krügel, der sein Team in der letzten Woche extra mit Bällen ohne Harz trainieren ließ.

Trotzdem lag den Esingern das Spielgerät ohne Backe in der Halle an der Eckernförder Straße einfach nicht so in der Hand, wie es in den vorherigen Partien bei den Bällen mit Harz der Fall war. Symptomatisch war, wie Benedict Philippi einen Versuch freistehend zwei Meter über die Latte jagte ‒ auch Max-Lennart Albrecht und Lennart Haas, die sich bei den Tornescher Angriffen die meisten Würfe nahmen, zielten wiederholt nicht genau genug. Krügel wollte die Niederlage allerdings nicht nur auf das leidige Haftmittel-Thema schieben: Sein Team habe sich auch „in gewissen Situationen unklug verhalten“, betonte er.

Immerhin betrieben die Esinger nach einer desaströsen ersten Hälfte und einem 4:15-Pausenrückstand im zweiten Durchgang Schadensbegrenzung. Näher als auf zehn Tore (erstmals beim 16:6 und letztmals beim 22:12) kamen sie allerdings nicht heran. Trotzdem stufte Krügel die zweite Halbzeit als „mindestens passabel und teilweise sogar gut“ ein. „Und unsere 3:2:1-Deckung hat dafür, dass wir sie ein paar Wochen nicht trainiert haben, gut funktioniert“, lobte Krügel. Grund zum Feiern hatte der noch verletzt fehlende Timo Kreckwitz an seinem 25. Geburtstag trotzdem nicht. Während TuS-Betreuer Kai-Uwe Kühn von „einem total gebrauchten Tag“ sprach, betonte Schütt: „Ich hake dieses Spiel schnell ab!“ Bleibt zu hoffen, dass dies auch allen Esinger Spielern gelingt ‒ damit am Ende nicht die deutliche Niederlage haften bleibt ...

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert