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Bilanz : Attacke auf die „Küstennebelkoalition“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit den beiden bei der Kommunalwahl verlorenen Gemeinderatssitzen wollten sich die Christdemokraten während ihrer Jahresversammlung nicht beschäftigen. Auch der erstmals seit Jahrzehnten spürbare Gegenwind aus der Bevölkerung – ausgelöst von den Schafweideplanungen – und das Tohuwabohu um die Besetzung des Bauaussschusses, das zumindest die Frage nach der Politikfähigkeit der Moorreger Volksvertreter aufwirft, wurden während des Treffens im „Steak House Grando Sukredo An’n Himmelsbarg“ ausgeklammert.

Der CDU-Vorsitzende Jan Schmidt nutzte vielmehr die Gelegenheit zu Attacken gegen die „Küstennebelkoalition“ in Kiel. Eine „Katastrophe für Schleswig-Holstein“ sei die aus der Landtagswahl hervorgegangene Regierung.

Als „eine weise Entscheidung“ verteidigte der Vorsitzende die Ausweisung der Schafweide. Das Baugebiet würde Bürger nach Moorrege ziehen, die Einkommenssteuer zahlen. Diese Einnahmen sicherten den Haushalt auf Jahrzehnte. Für die Orts-CDU machte Schmidt „einen Generationswechsel“ aus. Es habe „Abgänge aus freien Stücken“ gegeben. Neue seien hinzugekommen, die sich engagieren wollten. „Wir sind stabil“, schlussfolgerte er.

Auf die Schafweide ging auch Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg ein. Alle Grundstücke seien verkauft, fast alle Häuser würden stehen, berichtet er. Der Rewe-Markt wird am 20. November eröffnet. Die Apotheke folgt im Frühjahr. Zu der Ansiedlung einer Praxis für einen Allgemeinmediziner konnte das Gemeindeoberhaupt nichts Konkretes berichten. Fortgeschritten sind nach seinen Worten dagegen die Gespräche über die Schaffung des Betreuten Wohnens der Dana an der Pinneberger Chaussee.

Der gesamte Vorstand musste während der Jahresversammlung neu gewählt werden. Vorgeschrieben ist eine einzelne und geheime Wahl der Vorsitzenden sowie Kassenwart und Schriftführer. Doch die Anwesenden wollten schnell und en bloc ihr Leitungsgremium wählen, zumal sich keine personellen Veränderungen ergeben. Die Wahlleiterin, die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier, riet den Parteifreunden von diesem Vorgehen ab, aber die Moorreger bestanden darauf. Bei einer Enthaltung einstimmig wurden der Vorsitzende Jan Schmidt, sein Stellvertreter Georg Plettenberg, Kassenwart Jan Oltersdorf, Schriftführer Sören Weinberg sowie die Beisitzer Wolfgang Burek und Stefanie Willmann wiedergewählt.

Schmidt ehrte für 45-jährige Parteimitgliedschaft Karl-Heinz Weinberg. Verabschiedet wurde das CDU-Urgestein Joachim Batschko, der sich nicht weiter als bürgerliches Ausschussmitglied engagiert.

Finanzen und Stationsschließung

Diskutiert wurde während der CDU-Jahresversammlung über die Themen kommunaler Finanzausgleich und Schließung der Polizeistation in Moorrege.

Die Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier verwies auf die Antwort aus dem Innenministerium auf eine Kleine Anfrage der Union. Danach befinde sich die Moorreger Station „in der Diskussion“. Dem entgegnete Sven Heitmann, er ist nicht nur CDU-Gemeindevertreter, sondern auch Wehrführer, dass den Polizisten gesagt wurde, im August ist Schluss.

Als „Gerücht“ bezeichnete es der Kreistagsabgeordnete Veit Ghiladi, dass die Kreisumlage erhöht wird, um die acht Millionen Euro Mindereinnahmen aus der Reform des kommunalen Finanzausgleichs zu decken. Öffentlich genannt wurde eine Anhebung um 2,6 Prozent. Zwar soll die Gemeinde mehr aus dem Kieler Haushalt bekommen, doch für den Fraktions- und stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Georg Plettenberg steht fest, dass für Moorrege am Ende weniger übrig bleiben wird. (tp)

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erstellt am 23.Okt.2013 | 21:05 Uhr

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