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Esinger Urgestein : Arthur Mölln feierte 90. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seine Mutter habe ihm erzählt, er sei bei auflaufendem Wasser der Pinnau zwischen 3 und 4 Uhr auf die Welt gekommen, erzählte Arthur Mölln den zahlreich erschienenen Gästen seiner Geburtstagsfeier: Der Esinger mit großen Verdiensten um die Erhaltung von Kulturgut in seinem Heimatort, dem er seit seiner Geburt am 15. April 1924 eng verbunden geblieben ist, feierte gestern seinen 90. Geburtstag.

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erstellt am 15.Apr.2014 | 21:12 Uhr

Ihm zu Ehren hatten sich Familienmitglieder, Freunde und zum Teil langjährige Weggefährten im Heimathaus eingefunden. Sie überbrachten Glückwünsche und würdigten die Lebensleistung des Jubilars. Und die ist eng verbunden mit der Kulturgemeinschaft, dem Heimathaus, der Ernst-Martin-Groth-Stiftung, dem volkskundlichen Museum der Kulturgemeinschaft auf dem Mölln-Hof und auch der Interessengemeinschaft Südtangente. Für sein ehrenamtliches Engagement war Arthur Mölln 2010 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt worden. In der Kulturgemeinschaft, die Arthur Mölln mit weiteren Esingern 1985 gegründet hatte und deren Vorsitzender er bis 1992 war, wird sein Rat als Ehrenvorsitzender nach wie vor geschätzt.

Arthur Mölln wurde als jüngstes von sieben Kindern seiner Eltern auf dem landwirtschaftlichen Hof am Bockhorn geboren. „Ich hatte dort eine schöne Kindheit und Jugend“, erzählte der Jubilar und verwies auf eine Fotografie, die hinter seinem Platz am Geburtstags-Familientisch in der Diele des Heimathauses angebracht worden war. „Meine ersten Kindheitserinnerungen sind mit Oma Stoldt verbunden. Auf dem Foto ist Oma Stoldt mit mir als kleiner Junge zu sehen. Ich war sehr traurig, als sie mit 77 Jahren starb. Ich sitze nun auf einer hohen Lebensleiter mit 90 Stufen“, so Arthur Mölln.

Glückwünsche zum 90. Geburtstag überbrachte im Namen der Stadt Bürgervorsteherin Heide-Marie Plambeck. Sie verlas und überreichte auch die Urkunden von Kreis und Land. Auch Pastor Henning Matthiesen beglückwünschte Arthur Mölln und würdigte ihn als liebenswerten und hoch geschätzten Mann mit viel Einsatzbereitschaft für andere Menschen und die Gemeinschaft sowie als Mann mit Überblick, Weitblick und Visionen. „Ohne Ihr Engagement wären die Kulturgemeinschaft, die Groth-Stiftung, das Heimathaus und das Museum Mölln-Hof nicht denkbar gewesen“, so Pastor Matthiesen. Auch der Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Harald Schulz würdigte das Wirken des Jubilars: „Du hast die Erhaltung des Ostermannschen Hofes zum Heimathaus angeschoben, hast die Bedeutung der Liether Kalkgrube erkannt und der Kulturgemeinschaft ermöglicht, auf dem Mölln-Hof ein Museum mit aktuell 2061 Exponaten aufzubauen. Die Struktur unserer Kulturgemeinschaft, die Du mit aufgebaut hat, ist der Schlüssel zu unserem Erfolg.“ Und auch Jürgen Körner, Vorsitzender der Ernst-Martin-Groth-Stiftung, brachte die Verdienste von Arthur Mölln, der von 1992 bis 2000 Vorsitzender der Stiftung war, in Erinnerung und merkte an: „Du warst auch entscheidend an der Gründung der IG Südtangente beteiligt. Denn eine K22 über die Wiese des Mölln-Hofes war für dich unvorstellbar.“

Mit einem Gedicht op Platt, der Sprache, die Arthur Mölln privat spricht und auch gerne bei offiziellen Anlässen als Zeichen der Verbundenheit zu seiner Heimat nutzte, gratulierte Jürgen Mölln, Neffe des Jubilars und Erbe des Mölln-Hofes.

Arthur Mölln kümmerte sich viele Jahre liebevoll um seine 2011 verstorbene Frau Margit. Er hatte sie als junger Vermessungsingenieur auf dem Katasteramt Pinneberg kennengelernt und 1950 geheiratet. Zur engeren Familie des rüstigen Jubilars, der mit Unterstützung von Pflegekräften im vertrauten Zuhause weitestgehend selbstbestimmt leben kann, gehören Tochter Marina Wrage und Enkel Mathias Wrage mit Frau.

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