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Fachlicher Austausch : Archivare tagen im Bienenmuseum

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am 17. August treffen sich Museumsleiter, Archivare und Chronisten zu einer Tagung im Moorreger Bienenmuseum. Organisiert wird die Veranstaltung von dem in Horst lebenden Historiker Michael Plata, der zuletzt die Moorreger Dorfchronik geschrieben hat.

shz.de von
erstellt am 25.Jul.2013 | 21:11 Uhr

Die landesweit agierende „Arbeitsgemeinschaft Archiv Museum Chronik“ gibt es seit annähernd 25 Jahren. „Das ist kein Verein, sondern eine lockere Verbindung, der Laien ebenso angehören wie studierte Historiker und Volkskundler“, sagte Plata im Gespräch mit unserer Zeitung.

Im Mittelpunkt der Tagungen, die einmal im Jahr an wechselnden Orten stattfinden, steht der fachliche Austausch. „Meistens sitzen die Archivare und Chronisten einsam in ihren Gemeinden und sind ganz erpicht darauf, sich mit Kollegen auszutauschen“, so Michael Plata. Bis zu 20 Kollegen erwartet er, Vertreter aus dem hohen Norden Schleswig-Holsteins ebenso wie aus dem südlichen Kreis Pinneberg. „Der Zuspruch aus dem Kreis ist meistens sehr groß, weil es hier viele Archive und Sammlungen gibt.“

Die Tagung beginnt um 10 Uhr mit einer Begrüßung durch Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg. Danach ist Zeit für die Vorstellung neuer Mitglieder und einen Austausch unter Kollegen. Dann der erste Vortrag für die Tagungsgäste: Hans Ossenbrüggen, Leiter des Moorreger Bienenmuseums, führt in die Geschichte der Imkerei ein, spricht über die aufwändige Bienenpflege und die Gefahren für die Bienen.

Gegen Mittag reisen die Tagungsteilnehmer weiter nach Appen und werden dort von Rainer Adomat auf dem Schäferhof empfangen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen bekommen die Fachleute etwas zu sehen, was auch für Historiker kein alltägliches Schauspiel ist: Den Brand eines Holzkohlenmeilers.

Diese Meiler sind mit Erde, Gras und Moos luftdicht abgedeckte Holzhaufen, die entzündet werden, um Holzkohle herzustellen. „Ich kann aber nicht versprechen, dass wir das fertige Endprodukt sehen können, obwohl der Meiler dann einige Tage in Gang sein wird“, sagte Michael Plata.

Dass die sonst im Frühjahr stattfindende Tagung in diesem Jahr in den Hochsommer verlegt wurde, hängt in erster Linie mit dem Wetter zusammen. „Weil es zu kalt war, konnten die Bienen nicht rechtzeitig in ihre Sommerbehausung im Bienenmuseum umgesetzt werden“, so Plata. Für die Tagungsgäste hätte es im Frühling also noch nichts zu sehen gegeben. Inzwischen herrscht Betriebsamkeit im Schau-Bienenstock.

Gedacht ist die Tagung in erster Linie für Fachleute, also auch die Leiter kleiner Archive und Heimatmuseen. Ihre Anmeldungen nimmt Michael Plata gerne unter der Nummer 04126/2496 entgegen.

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