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Ortskernentwicklung : Arbeitsgruppe soll es nun richten

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auf Antrag der Sozialdemokraten hin war der Geschäftsführer der AC-Planergruppe Diplom-Ingenieur Stefan Escosura zur jüngsten Sitzung des Planungsausschusses eingeladen worden.

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erstellt am 01.Apr.2016 | 19:55 Uhr

Die AC-Planergruppe war vor etwa einem Jahr beauftragt worden, Politik und Verwaltung bei der angestrebten Ortskernentwicklung zu beraten. Anfang Juni 2015 stellte Stefan Escosura in einer Sitzung des Bauausschusses Themenfelder vor, die bei der Tornescher Ortskernentwicklung zu beachten seien: die städtebauliche Neuordnung im Bereich Uetersener Straße/Esinger Straße, die sinnvolle Nutzung von Erdgeschoss-Zonen für Gastronomie und Handel, die Gestaltung von Bereichen öffentlicher Nutzung (Bahnhofsvorplatz), die Neu-Ordnung des Fahrzeugverkehrs und die sinnvolle Integration des Fuß- und Radverkehrs. Der Stadtplaner machte deutlich, dass ein Entwicklungszeitraum von mindestens 15 Jahren ins Auge gefasst werden müsste. In einer Herbstsitzung 2015 des Bauausschusses sollte die AC-Planergruppe weitere Erkenntnisse vorstellen. Die Politiker erwarteten ein Nutzungskonzept und Nutzungsschwerpunkte für den Stadtinnenraum, verbunden mit Auswirkungen auf neu zu planende Baukörper. Da die Vorstellung neuer Erkenntnisse Ende 2015 nicht kam, hakte die SPD nun noch einmal nach.

Aber was Politik und Verwaltung in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung nun hörten, war im Wesentlichen nichts Neues. Darauf hatte Stefan Escosura jedoch am Anfang seiner Ausführungen hingewiesen und betont, dass für eine Konkretisierung der Austausch mit Tornesch gefehlt habe. „Wir machen die meisten Ortskernentwicklungskonzepte in Zusammenarbeit mit kleinen Arbeitsgruppen, denen Vertreter der Politik und Verwaltung angehören.“

SPD-Bauausschussmitglied Manfred Mörker reagierte verärgert: „Diese Erkenntnis kommt spät. Wir hätten erwartet, dass Sie den Kontakt zu uns suchen. Jetzt haben wir bereits März 2016.“ Auch Klaus Früchtenicht (SPD) sparte nicht mit Kritik: „Wir hatten erwartet, dass Sie nach Ihrer Analyse nun Ideen vorstellen, mit denen wir uns beschäftigen können. Wir haben Bauwillige im Ortskernbereich. Und deshalb wollen wir wissen, was passen könnte und was nicht.“ Stefan Escosura machte deutlich, dass nur durch einen intensiven Gedankenaustausch ein Entwicklungskonzept erstellt werden könne, da es sich nicht um ein konkretes Bauvorhaben, sondern um ein strategisches Vorhaben handle.

Er schlug die Schaffung einer Arbeitsgruppe mit Vertretern von Politik und Verwaltung vor.

CDU und SPD räumen FDP nur eine Stimme ein

Dem Vorschlag des Bauausschussvorsitzenden Henry Stümer (CDU), dass je ein Fraktionsmitglied, Henning Tams vom Fachdienst Bauverwaltung und Stadtplanung sowie Stefan Escosura von der AC-Planergruppe die Arbeitsgruppe bilden sollten, standen Gegenvorschläge von Bürgermeister Roland Krügel, der für 2+2+1 auf Politikerseite plädierte und von Karlheinz Böhmke (FDP), der für seine Fraktion ebenfalls zwei Mitglieder in der Arbeitsgruppe vertreten sehen wollte. Nach einer Sitzungsunterbrechung brachte Manfred Mörker (SPD) als Vorschlag für die Besetzung der Arbeitsgruppe von Politikerseite ein: Bauausschussvorsitzender (CDU) sowie jeweils ein Politiker von CDU und FDP und zwei Politiker der SPD. Karlheinz Böhmke machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Ich bitte um zwei Personen auch für die FDP. Es geht doch nicht um Politik, es geht um die Sache. Auch die FDP muss doch in der Arbeitsgruppe die Möglichkeit des Austausches haben.“ Doch SPD und CDU ließen sich nicht erweichen und setzten sich bei der Abstimmung durch. Die Fraktionen sollen nun an die Verwaltung die Namen der 2+2+1-Besetzung geben, damit Henning Tams bis Ende April zu einer Sitzung der Arbeitsgruppe mit Stefan Escosura von der AC-Planergruppe einladen kann.

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