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Selbsthilfegruppe : Arbeit auf neue Füße gestellt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Was Coaching alles bewirken kann! Dörthe Bräuner und Leena Molander bewarben sich im vergangenen Jahr beim Wettbewerb „startsocial“. Ziel der von namenhaften Unternehmen getragenen und einst von Bundeskanzler Gerhard Schröder initiierten Aktion ist der Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und sozial engagierten Menschen. Die Ideen, die sich während den über mehrere Monate hinziehende Gesprächen mit zwei Damen entwickelten, werden nun von den beiden Initiatorinnen der

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erstellt am 05.Feb.2015 | 20:01 Uhr

Selbsthilfegruppe „Krebskranke Eltern kleiner Kinder“ (KEKK) nach und nach umgesetzt. So haben die beiden Holmerinnen den Rahmen ihrer Arbeit geändert. Für die Selbsthilfegruppe sowie „KEKK Cares“, mit der Paten in Familien gebracht werden, bei denen ein Elternteil erkrankt ist, wurde ein eingetragener Verein gegründet. Bisher agierten die Powerfrauen unter der Trägerschaft der Kontaktstelle für Selbsthilfe im DRK-Kreisverband Pinneberg. Die Initiatorinnen tragen damit den gewachsenen Strukturen Rechnung. Alle Aktivitäten werden im Verein gebündelt.

Eine Gründungsversammlung hat es bereits gegeben. Während der wurde nicht nur die Satzung verabschiedet, sondern auch Dörthe Bräuner zur Vorsitzenden und Leena Molander zu ihrer Stellvertreterin gewählt. „Kinderglück & Lebenskunst“ wurde der Verein genannt. Er lässt aus der Sicht der Gründerinnen viel Raum für Assoziationen.

Die Gemeinnützigkeit wurden bereits bestätigt. Wer die Arbeit finanziell unterstützt, kann also Spendenquittungen bekommen. Die Eintragungen ins Vereinsregister wurde beantragt. Vor kurzem musste noch einmal mit einem Besuch bei einem Notar nachgebessert werden, so dass jetzt der Anerkennung nicht mehr im Wege steht. Der Verein hat mit dem 1. Februar seine Arbeit aufgenommen.

Eine weitere Neuerung startet am 31. März. Mit „Kekke Kids“ wird eine Kinder- und Jugendgruppe ins Leben gerufen (mehr dazu lesen Sie im unten stehenden Artikel). Seit kurzem hat KEKK mit der Tornescher Autorin und Hörfunkjournalistin Christina Haacke eine Schirmherrin (die UeNa berichtete). Zudem gibt es eine neue Website. Die wird allerdings erst in den kommenden Tagen freigeschaltet.Damit ist der Ideenreichtum von Leena Molander und Dörthe Bräuner noch nicht erschöpft, wie sie während des Pressegesprächs andeuteten. Doch konkreter wollten sie nicht werden.

www.kekk-kul.de

Eine Gruppe für die Sorgen der Kinder

Eine Krebserkrankung bedeute immer ein Verlust der körperlichen Unversehrtheit für den Menschen, erklärt Evelyn Zimmermann-Uhlenbusch. Dies gelte auch bei einer günstigen Prognose. Und dieser Verluste habe Auswirkungen auf die ganze Familie.

Besonders schwierig ist diese neue Situation für die Kinder. Deswegen will der Verein „Kinderglück & Lebenskunst“ ihnen besonders helfen, und zwar mit einer Kindergruppe, „Kekke Kids“ genannt. Das Projekt wird von der AOK gefördert. Die Gruppe wird von Evelyn Zimmermann-Uhlenbusch geleitet. Sie war Physio- und Tanztherapeutin, machte dann eine Ausbildung zur Trauerbegleiterin und hat weitere therapeutische Zusatzausbildung absolviert. Zu Kekk Cares kam die Wedelerin als Patin, begleitete eine Familie. Die Mutter war an Krebs erkrankt und die beiden Kinder entwickelten Verhaltensauffäligkeiten. Nach dem Tod der Mutter begleitete sie nicht nur die Familie, sondern auch die Schwester der Verstorbenen.

In der Gruppe können sich die Kinder mit ihren Sorgen ausdrücken. Das geschieht nicht nur verbal, sondern auch über Spiele, Bastelarbeiten und Malen. Bei den kekken Kids sollen sie auch erleben können, dass sie nicht mit ihren Sorgen allein sind“, so Evelyn Zimmermann-Uhlenbusch, dass andere Kinder gleiche Probleme haben.

Erste Interessenten gebe es bereits, berichten die beiden Vereinsvorsitzenden Lena Molander und Dörthe Bräuner.

Die Gruppe trifft sich immer am zweiten und vierten Dienstag im Monat von 16.30 bis 18.30 Uhr im Wedeler Familienzentrums „Spatzennest“. Die erste Zusammenkunft ist für den 31. März geplant.

Zwischen zehn und 15 Jahre alt können die Teilnehmer sein. Bei dem Alter will die Leiterin allerdings flexibel sein.

Wenn Kinder mitmachen wollen, melden sie oder ihre Eltern sich erst einmal telefonisch bei Dörthe Bräuner (0151/ 22726347) oder Leena Molander (0151/22724906). Die leiten sie dann an Evelyn Zimmermann-Uhlenbusch weiter. Mit ihr gibt es ein Erstgespräch, bevor es für die Kinder und Jugendlichen in die Gruppe geht.

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