Neujahrsempfang : Appener müssen sparsam bleiben

3341405_800x401_4f1098cc71137.jpg

Die Appener hören auf ihren Bürgermeister! Angesichts des damaligen Minus im Haushalt von 425000 Euro hatte Hans-Joachim Banaschak während des Neujahrsempfangs 2011 darum gebeten, „darüber nachzudenken, ob wir etwas gebrauchen oder nicht.“ Ein Jahr später konnte er während des Empfangs 2012 im Bürgerhaus erklären: „Dieser Appell ist angekommen.“ Es sei sparsam gewirtschaftet und die Notwendigkeit von Beschlüssen abgewogen worden, berichtete er aus der Arbeit der Gemeindevertretung. Zudem lobte Banaschak das „maßvolle Verhalten“ von Bürgern und Vereinen, die sich mit kostenintensiven Anträgen an die Gemeinde zurückhielten.

shz.de von
13. Januar 2012, 21:38 Uhr

Er vergaß nicht zu erwähnen, dass die erhöhten Steuerzuweisungen aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage Deutschlands mitverantworlich waren, den Etat 2011 doch noch auszugleichen. Vorsicht bei den Ausgaben wird auch 2012 oberstes Gebot sein, denn der aktuelle Haushalt weist ein Loch von 380000 Euro aus.

Der erste Mann der Gemeinde würdigte die Arbeit zahlreicher Vereine und Organisationen, wie „Appen musiziert“, die Feuerwehr und den TuS Appen. Besonders hob er den Verein „Stiftung Appen hilft“ hervor, der 2011 erstmals auf sich aufmerksam machte und gleich mit dem Walter-Damm-Preis ausgezeichnet wurde. Der Christdemokrat zeichnete die Ehepaare Schlegel und Henning aus, die die Sanierung der Brücke über den schwarzen Fluss ermöglichten.

Mit Besorgnis war auf die Bundeswehrreform geschaut worden, erinnerte sich der Bürgermeister. Aufatmen konnte man, denn die Kaserne bleibt. Der Wermutstropfen: 150 Dienstposten fallen weg.

Doch Banaschak musste auch Misserfolge eingestehen. So war es nicht gelungen, Appen an der Breitbandinitiative des Amtes Moorrege zu beteiligen. 60 Prozent der Haushalte hätten sich dafür entscheiden müssen. Nur 17 Prozent taten es. Nicht geschafft hat es die Gemeinde, Baugrund für junge Familien zu schaffen. Der Bürgermeister berichtete, dass die Gespräche mit den Grundeigentümern weitergehen sollen.

Für Begeisterung sorgte das Akkordeonorchester Harmonia unter der Leitung von Leonid Klimaschewsky mit seinen Auftritten. Begonnen hatte der Abend mit einer umfangreichen Begrüßung der prominenten Gäste. Prominentester war der CDU-Landtagsabgeordnete Michael von Abercron, dabei natürlich auch seine SPD-Gegenkandidatin Beate Raudies. Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit für ein persönliches Dankeschön. Banaschak würdigte die Unterstützung des Amtes Moorrege, die es ihm ermöglicht hat, als Berufstätiger das Amt des Bürgermeisters zu bekleiden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert