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Appens Haushalt 2013 : Anzeichen für eine Entspannung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist die Nachricht, für die Appens Politiker hart gespart haben: 2013 wird das Haushaltsdefizit mit voraussichtlich 175000 Euro deutlich geringer ausfallen als noch 2012 (etwa 325000 Euro).

Die Unterdeckung wird aufgefangen durch den möglichen Verkauf gemeindeeigener Immobilien. Dazu soll es allerdings nicht kommen. CDU-Finanzausschussvorsitzender Hans-Peter Lütje rechnet damit, dass die Einnahmen für 2013 höher ausfallen als bisher angenommen, ein Immobilienverkauf also nicht nötig sein wird.

Derzeit gehören der Kommune 50 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Darunter ist auch das ehemalige Dorf-Rathaus in der Gärtnerstraße, dass die Gemeinde nach der Verwaltungsstrukturreform umgebaut hat und nun an Wohnungssuchende und Gewerbetreibende vermietet.

Belastend bleiben die Schulden. Appen ächzt unter dem Druck steigender Verbindlichkeiten, die sich derzeit auf 2,8 Millionen Euro belaufen. Ende 2013 werden es schon 3,7 Millionen Euro sein. Appens Politiker werden sich damit abfinden müssen, auf absehbare Zeit kaum oder gar keinen Gestaltungsspielraum zu haben.

Um die Einnahmesituation weiter zu verbessern, hofft die Gemeinde auf die Erweiterung des Gewerbegebietes Hasenkamp. Eine drei Hektar große Fläche steht zur Verfügung. Sind die derzeit mit einem Investor laufenden Gespräche erfolgreich, wird etwas mehr als die Hälfte in den kommenden Monaten verkauft. Die verbleibenden Gewerbegrundstücke sollen anschließend ebenfalls schnell verkauft werden. Der Erlös soll helfen, den Haushalt zu konsolidieren. Für dieses Ziel tritt die Gemeinde sogar in Vorleistung und nimmt einen neuerlichen Kredit auf, was der Grund für die Erhöhung der Verbindlichkeiten ist.

Genau daran stört sich die FDP, ansonsten sehr zufrieden mit dem fast zehn Millionen Euro umfassenden Etat. Es sei ein Haushalt auf Sparflamme, aber dennoch ein solides Werk, sagte Fraktionschefin Jutta Kaufmann. „Allerdings sehen wir die Erweiterung des Gewerbegebietes kritisch.“ Es müsse sicher gestellt werden, dass die Gemeinde am Ende nicht draufzahle.

Dagegen warf die SPD Bürgermeister Hans-Joachim Banaschak (CDU) Geldverschwendung vor. Fraktionsvorsitzender Walter Lorenzen forderte erneut den Verkauf des ehemaligen Verwaltungsgebäudes. Der Haushalt 2013 sei kein mutiger, aber politischer Mut sei notwendig, um die Gemeinde aus ihrem „Dämmerzustand“ zu holen, so Lorenzen.

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erstellt am 05.Dez.2012 | 19:27 Uhr

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