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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 11:16 Uhr

Ernst Barlach Museum : „Antlitz der Zeit“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die neueröffnete Ausstellung „August Sander und die Kölner Progressiven 1920-1933“ im Ernst Barlach Museum, Mühlenstraße 1 widmet sich dem fotografischen Schaffen von August Sander in Verbindung mit der Künstlergruppe der „Kölner Progressiven“. Im Jahr 1876 wurde Sander im südlichen Siegerland geboren, der heute zu einem der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts zählt.

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erstellt am 19.Mär.2015 | 17:50 Uhr

Von großer Bedeutung sind seine Bildzyklen „Antlitz der Zeit“, aus dem im Museum ausdrucksstarke Fotografien zu sehen sind. Außerdem gehören „Menschen des 20. Jahrhunderts“ zu seinem epochemachenden Fotoprojekt. Es zeigt erstmalig in der Fotogeschichte nicht allein die Individualität des Einzelnen im Portrait, sondern vor allem auch die soziale Zugehörigkeit der Abgebildeten zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen, Schichten und Klassen. Sanders Fotografien erzählen aus heutiger Sicht ihre ganz eigene Geschichte. Zuerst in seinem Heimatort Herdorf, später in Köln, begann Sander 1896 zu fotografieren. Es wurde seine Leidenschaft, denn er wollte „die Dinge sehen, wie sie sind, nicht wie sie sein sollten.“ 1929 brachte Sander sein erstes Buch heraus, „Antlitz der Zeit“. Heute gilt die vom Künstler zusammengestellte Auswahl als eine anschauliche Beschreibung des vielsichtigen Gesellschaftsbildes der Weimarer Republik.

Anfang der 1920er Jahre kam Sander zu der Gruppe der „Kölner Progressiven“, die den Anspruch hatten, Politik und Kunst zu vereinen. Ihre Themen kreisten um Revolution und das politische Geschehen. In Franz Wilhelm Seiwert, Heinrich Hoerle, Gottfried Brockmann, Roul Hausmann u. a. fand Sander große Resonanz. Von ihnen sind zahlreiche Werke in der Ausstellung zu betrachten.

Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Urenkel des Fotografen, Julian Sander und der FEROZ Galerie in Bonn gestaltet. Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro. Familienkarte 12 Euro. Geöffnet : Di. bis So. 11 bis 18 Uhr.

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