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Bürger-Öffentlichkeitsbeteiligung : Anlieger forderten Plan-Änderungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Adlershorst-Wohnanlage nördlich der Kirche ist in die Jahre gekommen. Der drei- bis sechsgeschossige Gebäudekomplex wird abgerissen und durch zeitgemäße Neubauten ersetzt. Während einer öffentlichen Anhörung im Sitzungssaal des Rathauses konnten sich Anlieger zu den Plänen der Baugenossenschaft äußern.

Kritik gab es vor allem am geplanten Neubau gegenüber der Einmündung der Wilhelm-Schildhauer-Straße. Dort stand bisher kein Wohnblock. Anliegerin Brigitte König, deren Grundstück parallel zum Gebäude verläuft, fürchtet um ihre Privatsphäre: „Ich werde kaum noch mal in Ruhe auf der Terrasse sitzen können.“ Wegen der Beschattung ihres Grundstücks habe sie sich an einen Anwalt gewandt. Im Winterhalbjahr reiche der Schatten des Wohnblocks bis auf ihre Terrasse. Grundstücksnachbarin Anuschka Delion pflichtete ihr bei: „Man möchte sich ja nicht ständig beobachtet fühlen.“ Allgemein herrscht bei den Anliegern Unmut darüber, dass die Stadt der Baugesellschaft erlaube, ein Hochhaus direkt an die Grundstücksgrenze zu setzen.

Der Wohnkomplex, der bereits ab Sommer 2014 erbaut werden soll, besteht aus drei Gebäuden mit drei beziehungsweise vier Vollgeschossen und jeweils einem Staffelgeschoss. Insgesamt sind 92 Wohneinheiten mit einer Fläche von 5100 Quadratmetern geplant.

Bürgermeister Roland begründete die Notwendigkeit des Neubaus: „Die alten Gebäude sind aufwendig im Unterhalt, die Energiekosten hoch und die Bausubstanz nicht so, wie man sich das wünscht.“ Er betonte, dass die Abstände zu den Grundstücksgrenzen um 50 Prozent größer seien als in der Landesbauordnung gefordert.

Eine Möglichkeit, den Abstand des nördlichen Wohnblocks zum Nachbargrundstück zu vergrößern, so erläuterte Stadtplaner Henning Tams, sei es, das Gebäude etwas nach Süden zu drehen. Doch dies werde Parkplätze kosten. Die Distanz des Wohngebäudes zur geplanten Parkpalette könne man wegen einer notwendigen Feuerwehrzufahrt nicht verringern.

Bei 66 Pkw-Stellplätzen für 92 Wohneinheiten, so wird befürchtet, könnte sich die Parkplatzsituation im Quartier „An der Kirche“ weiter verschlechtern. Weil die schmale Straße ständig vollgeparkt sei, haben Anlieger häufig schon jetzt Probleme, mit dem Auto von ihren Auffahrten auf die Straße zu kommen.

Ratsherr Manfred Fäcke (SPD) machte einen pragmatischen Vorschlag zur Verminderung der Probleme der Nachbarn des nördlichen Wohnblocks. Man könne ja die Eingänge des geplanten Gebäudes auf die Südseite verlegen. Das käme auch den Mietern zugute, die dann kürzere Wege vom Parkplatz zu ihren Wohnungen hätten. Am 3. März entscheidet der Bau- ausschusses, welche der von den Bürgern gemachten Anregungen in den Bebauungsplan 87 aufgenommen und zur Auflage gemacht werden sollen.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 20:05 Uhr

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