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Windpark Uetersen : Angst vor „Monstern“ aus Metall

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eines muss man der Initiative „gegenwind-uetersen“ lassen: sie versteht zu mobilisieren. Am Donnerstag wird im Bauausschuss ein Antrag der Windpark-Betreiber „verhandelt“. Diese wollen die sechs alten Windkraftanlagen (100 Meter hoch) abreißen und durch vier bis fünf neue ersetzen lassen. Bis zu 200 Meter hoch sollen diese werden, so heißt es in dem Papier, über das im Rathaus der Rosenstadt abgestimmt werden soll.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 22:40 Uhr

Die Gegner des Projektes Repowerings, insbesondere Bürger aus Neuendeich und Groß Nordende, haben am vergangenen Wochenende in Uetersen Präsenz gezeigt und um Unterschriften gegen das Vorhaben gebeten, gegen die ihrer Ansicht nach „Monster“ aus Metall. Binnen weniger Stunden unterschrieben rund 200 Bürger die Petition, mit der diese bekunden, die Energiewende nicht torpedieren zu wollen. Sie wollen sie aber „durchdacht“ und „auf geeigneten Flächen – mit Rücksicht auf die Menschen“. Auch die beiden Bürgermeister, Reinhard Pliquet für Neuendeich und Ute Ehmke für Groß Nordende, lehnen die Pläne von „planet energy“ entschieden ab. Sie befürchten eine sinkende Lebens- und Wohnqualität durch Dauerbefeuerung, Lärmbelästigung und Schattenwurf, wenn sich in Zukunft die Flügel der 200-Meter-Masten drehen. Auch der erneut massive Eingriff in die Marsch stört die Gegner des Repowering-Vorhabens. Die Marsch sei Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet und solle das auch bleiben. Nein sagt die Initiative „gegenwind-uetersen“ auch daher, weil ihrer Ansicht nach Wirtschaftsinteressen Vorfahrt vor Bürgerinteressen erhalten sollen.

Bildhaft verdeutlichen die Gegner, dass die geplanten Windkraftanlagen höher als der Kölner Dom sein sollen und das vier- bis fünfmal.

Uetersen habe von einem Repowering gar nichts, wird auf einem Flugblatt, das ebenfalls am Sonnabend in der Stadt verteilt wurde, bekundet. Die jetzigen Anklagen würden der armen Stadt Gewerbesteuereinnahmen erbringen, die neuen für mehrere Jahre nicht. Auch machen sich die für das Flugblatt verantwortlichen BI-Mitglieder bezüglich der Attraktivität der Stadt sorgen. So seien die Marken Rosen- und Hochzeitsstadt gefährdet, müssten sie sich vor dem Hintergrund der neuen Windkraftanlagen darstellen. Schließlich nehme die Lebensqualität für die Bürger ab. Gestern Abend tagten die vier Uetersener Ratsfraktionen und haben sich dabei natürlich auch mit dem anstehenden Thema im „Windpark Uetersen“ befasst. Inwieweit man sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigen konnte oder ob es eine Mehrheit für oder wider des beabsichtigten Repowerings gibt, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt. Somit werden wir darüber in unserer morgigen Ausgabe berichten.

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