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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 21:46 Uhr

Treffen : Angst vor dem Verkehrschaos

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Wirtschaft wächst die Sorge vor den Folgen des Ausbaus der Autobahn 7. Bei einem Besuch des Medac-Logistikzentrums im Tornescher Business-Park forderte der CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder deshalb die Hansestadt Hamburg auf, alles zu unterlassen, was die Verkehrssituation in den nächsten Jahren zusätzlich belasten könnte. Hintergrund sind die Pläne Hamburgs, zehn Millionen Euro in den Ausbau des Radwegenetzes zu stecken.

shz.de von
erstellt am 13.Mär.2015 | 21:21 Uhr

Das mittelständische Pharma-Unternehmen mit Hauptsitz in Wedel ist in doppelter Hinsicht auf die Verkehrsinfrastruktur angewiesen. „Wir haben viele Mitarbeiter, die südlich der Elbe wohnen und für die der tägliche Weg zur Arbeit jetzt schon eine große Belastung darstellt“, sagte Geschäftsführer Jörg Hans.

Zudem werden die Medac-Produkte, Spezialpräparate vor allem für chronisch kranke Menschen, innerhalb Europas in erster Linie mit Lastwagen transportiert. Die Baumaßnahmen auf der A7 machten die Planung der Logistik deutlich aufwändiger, so Hans. Seine Forderung: Zumindest die Taktung der Regionalzüge und Busse müsse verdichtet werden. Der Christdemokrat Ole Schröder, Staatssekretär im Innenministerium, forderte eine engere Abstimmung der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein und nannte eine App für Smartphones als Negativ-Beispiel.

Der Routenplaner zeigt Autofahrern alternative Strecken auf, funktioniere aber nicht flächendeckend“, bemängelte Schröder. „Die App bezieht sich im Schwerpunkt auf Hamburg mit Daten der Webseite hamburg.de. Das ist völlig widersinnig“, sagte der Bundestagsabgeordnete. Erneut bezeichnete er den Bau des Logistikzentrums im Kreis Pinneberg als einen Vertrauensvorschuss und Indiz für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes.

Nun sei es an der Politik im Kreis Pinneberg, das in die Region gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen. „Die Attraktivität darf nicht durch weitere Blockaden in der Verkehrspolitik verspielt werden“, sagte Ole Schröder, der zu einem zügigen Weiterbau der A20 keine Alternative sieht. „Wir brauchen jetzt endlich die Ausschreibung für den Bau der Elbquerung.“

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