Ruhestand : Angesehener Banker hört auf

Nach mehr als 30 Jahren an der Spitze der Raiffeisenbank eG Seestermühe hört Gerd Reese zum 1. Februar 2012 auf. Seinen Wechsel in den Ruhestand verkündete das Vorstandsmitglied während der jüngsten Mitgliederversammlung der Genossenschaftsbank.

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12. Oktober 2011, 21:00 Uhr

„Ich bin sehr stolz darauf, der nachfolgenden Generation eine grundsolide Bank hinterlassen zu können“, sagte er unter dem Beifall seiner annähernd 100 Zuhörer. Nach seinem Ausscheiden wird sein Sohn und Prokurist Jan Reese, in das Führungsgremium aufrücken. Jan Reese wird zukünftig an der Seite von Jens Hüllmann die Bank leiten, der vor einigen Jahren seinem Vater Dieter Hüllmann, ebenfalls ein langjähriges Vorstandsmitglied, nachgefolgt war.

Mit seinem letzten Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr blieb Gerd Reese in der guten Tradition des kleinen, aber feinen Geldinstituts: Den letzten Ausläufern der Wirtschafts- und Bankenkrise zum Trotz steht sein Institut glänzend da, gilt als überdurchschnittlich solide und wurde mit dem bestmöglichen Rating inzwischen bundesweit ausgezeichnet.

Klar bekannte sich Gerd Reese zur Verantwortung der Bank für die Entwicklung der Region und das Funktionieren des Gemeinwesens. „Sie steht für die Region ein und gestaltet sie mit“, sagte er.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte die Raiffeisenbank an die positiven Geschäftsergebnisse der Vorjahre anknüpfen. Im 107. Geschäftsjahr wurde die Bilanzsumme um 8,2 Prozent auf 34 Millionen Euro gesteigert.

„Das ist vor allem auf eine Erhöhung der Kundeneinlagen um rund 6,4 Prozent zurückzuführen. Damit liegen wir über dem Durchschnitt von 3,2 Prozent im Genossenschaftsverband“, so Gerd Reese. Die Ertragslage sei zufriedenstellend und das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag wiederum überdurchschnittlich gut. Der Jahresüberschuss liegt bei etwas mehr als 160000 Euro.

Auf ihr Guthaben bekommen die Mitglieder für 2010 eine Dividende in Höhe von sieben Prozent. Der verbleibende Jahresüberschuss wird den Rücklagen zugeführt, um die Leistungsfähigkeit der Bank weiter zu stärken. Der Erfolg der Bank sei maßgeblich auf die Kompetenz und den Einsatz der Mitarbeiter zurückzuführen, betonte Reese. Gleichzeitig erteilte er der Strategie vieler Geldinstitute, Neu- und Bestandskunden unterschiedlich zu behandeln, eine Absage. „Dem wird sich die Raiffeisenbank nicht anschließen.“ Vielmehr werde Wert auf eine faire und verlässliche Partnerschaft mit allen Kunden gelegt.

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