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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 21:40 Uhr

Empfang : Anforderungen ständig gewachsen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Es war ein weiter Weg von Bendix Karp und der Tragspritze bis zu Oliver Schönfeldt und dem HLF 20/16“, würdigte Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) die Arbeit der Hetlinger Feuerwehr. Erstgenannter war 1890 bei der Gründung Wehrführer, Schönfeldt steht seit Januar an der Spitze der Truppe. „Die Anforderungen wachsen ständig“, sagte die Bürgermeisterin während des Empfangs aus Anlass des 125-jährigen Bestehens. 150 geladene Gäste waren in die Mehrzweckhalle gekommen.

Feuerwehrleute bekämen Schlimmes zu sehen, müssten Tag und Nacht bereit sein, so Monika Riekhof. Sie hob hervor, dass auch eine Frau in Hetlingen ihren freiwilligen Dienst tut.

Es müsse verhindert werden, dass den Feuerwehren Steine in den Weg gelegt werden. Als Beispiel nannte sie „Abschaffung der klassischen Kameradschaftskassen“. Die Kieler Regierung will, dass die Zahlen zukünftig offen gelegt werden.

Aus der Geschichte der Wehr berichtete Oliver Schönfeldt, wobei er sich auf ein bereits 1890 angelegtes Protokollbuch stützen kann. Nur zwischen 1914 bis 1920 und von 1939 bis 1951 gibt es keine Eintragungen. 1894 hatte die Wehr 29 aktive Mitglieder, die mit Löschkarren und Handpumpe ausrückten. 1941 gab es die erste Motorspritze, ab 1961 rückte man mit einem gebrauchten VW-Bus aus. Seit 1980 können die Kameraden unter Atemschutz arbeiten, berichtete der Wehrführer.

Im Einsatz waren die Hetlinger, als 1923 fast ganz Scholenfleth abbrannte. Neuere Herausforderungen waren die Sturmfluten von 1962 und 1976 sowie die Schneekatastrophe 1978/79.

Heute gibt es 32 Aktive, fünf Anwärter und drei Reservisten. Die Ehrenabteilung ist 16 Mann stark. Der Wehrführer strich das „enge Verhältnis“ mit den Blauröcken aus den umliegenden Kommunen sowie die Patenschaft mit dem Abwasser-Zweckverband und den Holmern in Sachen Jugendwehr hervor.

Mit den Hetlingern soll das Jubiläum im Rahmen eines Dorffestes begangen werden, und zwar am Sonnabend, 27. Juni, in einem großen Festzelt auf dem Gelände hinter der Feuerwache.

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Schlagkräftig und feierfreudig

Einen besondern Dank richtete Kreispräsident Burkhard E. Tiemann an die, die die Wehr unterstützten. Die CDU-Landtagsabgeordnete und ehemalige Hetlinger Bürgermeisterin Barbara Ostmeier sagte: „Alles, was ich hier erfahren habe, nehme ich mit nach Kiel.“ Und sie lobte: „Man kann mit euch so richtig gut feiern.“ Kreisbrandmeister Frank Homrich riet den Kameraden den Geist der Kameradschaft beizubehalten der vor 125 Jahren geschaffen wurde. „Froh“ sei Oberdeichgraf Udo Prinz von Schoenaich-Carolath, dass die Deich- und Sielverbände sich immer voll auf die Unterstützung der Wehren verlassen könnten.

Bereits am Anfang seiner Rede bekam Pastor Dr. Helmut Nagel Applaus, als er verkündete, sie auf Plattdeutsch zu halten. Er übersetzte die Abkürzung „FF“ für Freiwillige Feuerwehr mit „fröhlich funktionierend“. „Schön und Entspannt sei es für den AZV-Verbandsvorsteher Roland Krügel angesichts der hohen Brandlast auf dem Klärwerksgelände, dass die Hetlinger Wehr schlagkräftig sei.

Der Holmer Wehrführer Lukas Krack würdigte im Namen der Nachbarwehren „das gegenseitige Vertrauen“. Anke Gröne, vom SPD-Ortsvereins Holm/Hetlingen, strich während ihrer Rede das Engagement der letzten beiden sozialdemokratischen Bürgermeister Hermann Reder und Bernd Kroll für die Hetlinger Feuerwehr heraus.

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erstellt am 08.Mär.2015 | 18:21 Uhr

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