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Neujahrsempfang : Andrea Hansen reicht CDU die Hand

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Rund 300 Bürger und Nachbarn folgten gestern der Einladung der Stadt Uetersen zum Neujahrsempfang in die Schulmensa an der Bleekerstraße. Unter anderem namentlich begrüßt wurden Uetersens Ehrenbürger Waldemar Dudda, der CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder, zugleich Parlamentarischer Staatssekretär des Innenministeriums, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, USLw-Kommandeur Oberst Klaus Christian Kuhle und der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Hölck.

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erstellt am 12.Jan.2014 | 18:23 Uhr

Bürgervorsteher Adolf Bergmann und Bürgermeisterin Andrea Hansen freuten sich mit der Jugendbeiratsvorsitzenden, Saskia Reibe, zudem über den Besuch von Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann sowie weiterer Wittstocker Gäste. Am Donnerstag lädt die Dossestadt zum Neujahrsempfang in die dortige Stadthalle ein. Im 25. Jahr der partnerschaftlichen Verbundenheit freuen sich sowohl Bergmann als auch Andrea Hansen auf die Visite in drei Tagen. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom interkulturellen Frauenchor Uetersen-Tornesch und vom Chor der Musikfachschaft am LMG. Der Bürgervorsteher stellte das Thema „Gemeinsamkeit“ in den Mittelpunkt seiner Rede.

Stellvertretend für das ausgeprägte solidarische Bewusstsein in Uetersen nannte Bergmann die Typisierungsaktion für die an Leukämie erkrankte Susanne. Stellvertretend für alle ehrenamtlich Tätigen in der Rosenstadt würdigte Bergmann das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr.

In der Stadt packe man die Probleme an und handele dabei gemeinsam. Auch über die Stadtgrenzen hinaus sollte man jetzt stärker aktiv werden. Das Augenmerk müsse dabei insbesondere auf die Kooperationsmöglichkeiten zwischen beiden Städten gelenkt werden. Der Bürgervorsteher mahnte an, sich nun der längst überfälligen Erweiterung des Schulzweckverbands zuzuwenden. Die Jugend kennzeichnete Bergmann als „unseren Hoffnungsträger“ und kündigte mehrere diesbezügliche Aktionen, die Jugend betreffend, an. Saskia Reibe, die Vorsitzende des Jugendbeirates, sagte in ihre Rede, dass man sich in diesem Jahr dem Thema Jugendcafé widmen wolle, also einem Ort, der sich an den Bedürfnissen junger Menschen orientiert. Dass das neue Gremium gut aufgenommen sei, brachte die Vorsitzende mit einem großen Dankeschön in Richtung Verwaltung zum Ausdruck. Ziel sei es nun, den Jugendbeirat als eine dauerhafte Einrichtung in Uetersen zu etablieren. Man kümmere sich daher auch verstärkt um den Nachwuchs.

Die Bürgermeisterin knüpfte in ihrer Rede an die Worte von Bergmann an. Uetersen sei eine reiche, eine lebendige und eine vielfältige Stadt. „Wir halten zusammen. Wir stellen uns den Problemen“, so Andrea Hansen. Knappe Mittel stießen in Uetersen auf viele Ideen. Dennoch gelte es auch, Uetersen als Stadt der Region zu stärken. So müsse die K22 endlich Wirklichkeit werden. Es gelte zudem, neue Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit zu finden und die Finanzkraft durch kluges Sparen und Investieren zu stärken.

Die Wirtschaftsförderung dürfe jedoch nicht kaputtgespart werden. Eine viertel Stelle im Haushalt sei zu wenig für eine Stadt, die auf eine intensive Kontaktpflege angewiesen sei. Zwei Wahlen wird es 2014 geben, im Frühjahr die Europa-Wahl, im Herbst die Bürgermeisterwahl. Andrea Hansen appellierte an alle, das demokratische Europa durch die Teilnahme am Urnengang stark zu machen. In Uetersen wisse man, was man an Europa habe, nationalistisch-extremistische Haltungen gelte es abzuwehren. Zudem stehe ihre eigene Wahl an. Andrea Hansen sagte in Richtung CDU, die nach wie vor beabsichtigen soll, einen Gegenkandidaten (Andreas Faust?) ins Rennen zu schicken, sich dem Beispiel der Berliner SPD anzuschließen. Die Sozialdemokraten hätten kürzlich für Angela Merkel (CDU) gestimmt. In Uetersen könnte sich die CDU ja nun zu Andrea Hansen bekennen. Ob die Christdemokraten diesen Ball aufgreifen werden, ließen die Angesprochenen gestern noch offen. Dass sie Andrea Hansen bislang eher kritisch gegenüberstehen, ist allerdings ein offenes Geheimnis.

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