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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 02:18 Uhr

Wenzel-Hablik-Museum : Andersons Aquarelle

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im überfüllten Wenzel-Hablik Museum ließ es sich die Itzehoer Prominenz der Stadt und Sponsoren nicht nehmen, dem bedeutenden Künstler Friedel Anderson zur Ausstellungseröffnung von „Arbeiten auf Papier“ zu loben und ihm Anerkennung zu zollen.

Der Laudator, Erich Maletzke, sprach über die vielen Sammler, die Andersons Ölbilder als Wertanlage kaufen. Doch nun sind Aquarelle zu sehen, die bisher wenig ausgestellt wurden. Obwohl aquarellieren in Hobby Malkursen als Einstiegstechnik gilt, gehört sie zu den schwierigsten, künstlerischen Formen. Maletzke sprach über die Porträts, in denen der Künstler Selbstporträts, anderer Künstler kopiert und sie mit den eigenen Gesichtszügen vermischt. Außerdem zitiert der Laudator aus dem Katalog zur Ausstellung, der von Heinz Spielmann vorliegt. Er war Leiter des Landesmuseums Schloss Gottorf und maßgeblich zusammen mit dem damaligen Bürgermeister und jetzigem Stiftungsvorstand des Wenzel-Hablik-Museums, Harald Brommer vor 20 Jahren an der Gründung des Hablik-Museums beteiligt. Spielmann schreibt über Anderson, dass dieser durch „Sicherheit in sich selbst und der Sicherheit in der Beherrschung des Metiers keine Effekte und kein Trara“ benötigt. Brommer hatte sich dafür eingesetzt, dass Andersons Heimatstadt Itzehoe die Geburtstagsfeierlichkeiten eröffnet, denn Ende November –solange ist die Schau in Itzehoe zusehen – feiert Friedel Anderson seinen 60. Geburtstag. Zu besichtigen sind Aquarelle, (Selbst)porträts, Wolkenstudien, Impressionen, Stillleben und Reiseeindrücke von Venedig und Dresden aus den vergangenen 20 Jahren. Anderson ist ein Meister im Hinsehen, dabei konzentriert er sich auf das Wahrgenommene, das macht seine Bilder so eindringlich.

Mit dieser Ausstellung schließt sich ein Kreis, denn Anderson wandelte 2005 auf den Spuren Wenzel Habliks. Er reiste in den Orient und zeigte im Museum seine Orientbilder. Geöffnet: Di.-Fr. 14-17 Uhr, Sa. 14-18 Uhr sowie sonn- und feiertags 11 - 19 Uhr.

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erstellt am 11.Sep.2014 | 18:54 Uhr

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