Tornesch : An diesen Orten sind weitere Fahrradstraßen geplant

Vorbild Esinger Weg: In Höhe der Sportanlagen gibt es seit Jahren eine Fahrradstraße.
Vorbild Esinger Weg: In Höhe der Sportanlagen gibt es seit Jahren eine Fahrradstraße.

Stadt Tornesch will Fördertopf für die Einrichtung von drei neuen Strecken nutzen.

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08. Juli 2019, 17:00 Uhr

Tornesch | Drei neue Fahrradstraßen für Tornesch: Dieses Vorhaben haben Politik und Verwaltung jüngst angestoßen. Geplant ist, den Bereich Sandberg-Friedlandstraße-Friedensallee, den Lindenweg zwischen Haselbaumweg und Baumschulenweg, sowie den Pracherdamm als Fahrradstraßen auszuweisen. Damit würden Zweiradfahrer dort künftig Vorrang genießen. Für die Umsetzung wird die Stadt nun Fördermittel beim Kreis Pinneberg beantragen.

Die Entscheidung, Fördermittel aus dem Programm „Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur des Kreises Pinneberg“ zu beantragen, fiel in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses einstimmig. Der Arbeitskreis für innerstädtische Mobilität (AKiM) hatte auch die Radroute Schäferweg-Prisdorfer Weg- Asperhorner Weg im Blick, diesen Vorschlag aber vorerst zurückgezogen, da für einen Antrag auf Förderung mindestens eine Entwurfsplanung, Voruntersuchungen und Kostenschätzungen vorliegen müssen.

Schäferweg als Ausweichstrecke

Diese Arbeiten seien von der Verwaltung bis Ende August jedoch nicht leistbar, machte Bauamtsleiter René Goetze deutlich. Denn entsprechend der Richtlinien des Förderprogramms müssen die Anträge für 2019 bis 31. August vorliegen. Die Politiker folgten daher dem Vorschlag der Verwaltung, die Sanierung der Straßendecke und Sicherung der Knotenpunkte durch Markierung und bauliche Maßnahmen auf der Strecke Schäferweg-Prisdorfer Weg- Asperhorner Weg für den Förderantrag 2020 zu berücksichtigen.

Auch das Argument, dass im Zuge der Sanierung der Ahrenloher Straße der Schäferweg als Ausweichstrecke genutzt wird und eine Zustandserfassung erst nach der zu erwartenden erhöhten Verkehrsnutzung erfolgen sollte, überzeugte die Politiker.

In Ruhe könnte dann auch ein Konzept erarbeitet werden, wie im Zuge der Deckensanierung des Schäferwegs, der ein Wirtschaftsweg ist, die Attraktivität der Radverkehrsnutzung in den Vordergrund rücken könnte. „Außerdem müssen wir wissen, wie hoch die Kosten sind, die auf uns als Stadt zukommen, wenn wir 25 Prozent selber tragen müssen“, machte der CDU-Politiker Torben Jochens deutlich.

Jährlich eine Million Euro für den Radverkehr

Jedes Jahr stellt der Kreis Mittel in Höhe von einer Million Euro für die Förderung der Radverkehrsinfrastruktur bereit. Das hatten die aus allen Fraktionen im AKiM mitwirkenden Politiker im Blick. Denn ihnen und auch der Verwaltung ist bewusst, dass in Tornesch ein Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur und eine Sanierung vorhandener Radwege notwendig ist.

Erst jüngst hatte der ADFC die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2018 vorgestellt. Erstmals ist Tornesch aufgeführt und schließt im Vergleich zu anderen Städten mit bis zu 20.000 Einwohnern schlecht ab. Bundesweit kam Tornesch von 186 bewerteten vergleichbaren Städten auf Platz 160, in Schleswig-Holstein auf Platz 19 von 26.

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Ein erster Schritt zur Verbesserung sollen nun die drei angedachten Fahrradstraßen sein, die zwar den Kfz-Verkehr wie am Esinger Weg in Höhe des Sportplatzes der Klaus-Groth-Schule ermöglichen, in denen Fahrradfahrer jedoch nebeneinander fahren dürfen und Kraftfahrzeugfahrer sich der Geschwindigkeit der Radfahrer anpassen müssen, um sie nicht zu gefährden.

Die Fördermittel sollen die Kosten für die Markierungen am Beginn und am Ende der Fahrradstraße und bauliche Maßnahmen decken. Die Kosten für die Beschilderung werden durch das Förderprogramm jedoch nicht getragen.
 

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