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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 18:56 Uhr

Leichtathletik : Ammann sensationell

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am heißesten Wochenende des Jahres fanden in Wesel am Niederrhein die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften für die Altersklasse U16 statt. Für das Esinger Lauftalent Alina Ammann war dies die erste große nationale Meisterschaf, für die sie sich sowohl für den Blocklauf als auch den Siebenkampf qualifiziert hatte. Ammann wählte den Blocklauf, was sich als goldrichtig erwies. Bei über 35 Grad war es beeindruckend, wie sie im fünfstündigen Wettkampf nach einem mäßigen Start durch neue persönliche Bestleistungen und der abschließenden Tagesbestzeit aller Läuferinnen doch noch auf den Silberrang lief.

Mit dem 80-Meter-Hürdensprint galt es, in der Mittagshitze einen guten Einstieg in den Mehrkampf zu finden. Mit 12,56 Sekunden blieb Ammann hinter ihren Fähigkeiten zurück und belegte in der ersten Zwischenwertung Platz fünf. Es folgte der ungeliebte Ballwurf: Nachdem Ammann im Training schon gute Fortschritte erzielen konnte, lag hierauf ein besonderes Augenmerk. Ammann warf mit 36,50 Metern persönliche Bestleistung, verlor auf die starke Konkurrenz allerdings Punkte und rutschte auf Rang 16 ab.

Auch in der dritten Disziplin, dem 100-Meter-Lauf, blieb Ammann nach verpatztem Start in 13,16 Sekunden hinter ihren Möglichkeiten zurück, rückte aber auf Platz sechs vor. Diesen festigte sie im Weitsprung, wo sie mit 5,01 Metern ihren ersten Fünf-Meter-Sprung schaffte. „Das war das erhoffte Ziel“, so Vater und Trainer Michael Ammann. Nach dem Motto „Das Beste zum Schluss“ war Alina Ammann im finalen 2000-Meter-Rennen bei immer noch 33 Grad dann im wahrsten Sinne des Wortes heiß darauf, ihre Laufqualitäten zu zeigen und noch einmal alles zu geben. Die Zeiten der Konkurrentinnen waren nicht einzuschätzen und auch die tatsächliche Leistungsfähigkeit war nach fünf Stunden Hitzeschlacht schwer abzusehen. „In einem taktisch brillanten Rennen ging Alina gleich an die Spitze des Feldes und drückte aufs Tempo“, so Michael Ammann. Als nur noch zwei Läuferinnen mithalten konnten, hätte Ammann in der dritten von fünf zu laufenden Runden gerne die Führungsarbeit abgegeben, erkannte aber sofort, dass die Konkurrentinnen sogleich das Tempo drosselten. Kurzerhand ging die Esingerin wieder in Führung und zog 500 Meter vor dem Ende das Tempo an. In der letzten Runde folgte ein Solo-Steigerungslauf, der selbst die anderen Trainer beeindruckte. So setzte sich Alina Amman deutlich ab und gewann in neuer, persönlicher Bestzeit von 7:01,68 Minuten das Herzstück des Blocklaufs, die 2000-Meter-Distanz.

„Verdient Silber“

Wesel. Über 80 Punkte hatte Alina Ammann bei der Deutschen Meisterschaft mit ihrem Lauf wettgemacht und „nach so einem Lauf verdient“ ( Zitat eines anderen Trainers) mit 2.644 Punkten die Silbermedaille geholt. Dies bedeutet Platz drei in der inoffiziellen bundesweiten Bestenliste, in der Ammann im 300-Meter-Hürdenlauf und 800-Meter-Lauf Erste ist. Der Lohn: Ammann wurde zum Bundesländervergleichswettkampf am Sonnabend, 8. September in Büdelsdorf eingeladen und vertritt dort Schleswig-Holstein in den Disziplinen 300-Meter-Hürden, 800 Meter und in der 4 x 100-Meter-Staffel.

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erstellt am 26.Aug.2012 | 18:50 Uhr

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