Leichtathletik : Ammann fährt zur WM

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Alina Ammanns großer Traum hat sich erfüllt: Die Leichtathletin des TuS Esingen nimmt im Juli an der U18-Weltmeisterschaft in Cali (Kolumbien) teil und startet damit bereits zum zweiten Mal in ihrer Karriere bei einer WM. „Nun haben sich die Anstrengungen und Entbehrungen sowie das Engagement aller gelohnt ‒ und wir sind alle sehr, sehr glücklich“, jubelte Michael Ammann, Trainer und Vater der LMG-Schülerin.

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23. Juni 2015, 17:56 Uhr

Bevor sie sich über ihre definitive WM-Nominierung freuen konnte und die Einkleidung mit den Bundeskader-Utensilien erfolgte, hatte Alina Ammann am vergangenen Wochenende noch ein ebenso anstrengendes wie abwechslungsreiches Programm zu absolvieren. Zunächst startete die junge Tornescherin am Freitag beim 7. Internationalen Volksbank-Meeting in Osterode am Harz mit elf anderen Frauen und U20-Läuferinnen (also bis zu zwei Jahre älteren Jugendlichen) über 800 Meter.

Pro Bahn gab es dabei zwei Starterinnen: „Es war viel zu eng und so kam es, dass Alina durch die Taktik-Vorgabe des Bundestrainers, sich an Position vier bis fünf im Feld aufzuhalten und entsprechende Erfahrungen des ,Im Feld Laufens' zu sammeln, immer wieder gerempelt und geschubst wurde“, berichtete Michael Ammann. „Wie eine Flipperkugel“ fühlte sich Alina Ammann, die zwar einigermaßen ihr Gleichgewicht halten, aber ‒ da sie eingekesselt wurde ‒ der Spitzenläuferin nicht folgen konnte. Immerhin kam die Tornescherin als Fünfte mit einer passablen Zeit von 2:10 Minuten ins Ziel. „Ich war überhaupt nicht richtig kaputt vom Laufen, sondern eher vom Gerangel“, sagte die 17-Jährige anschließend, während ihr Vater feststellte: „Damit hat Alina eine weitere Erfahrung mehr im Gepäck!“

Am Sonnabend, nur einen Tag darauf, startete Alina Ammann bei der Internationalen Jugend-Gala im bayrischen Schweinfurt. Die Vorgabe von Bundestrainer Thomas Dreißigacker lautete: „Auf den letzten 200 Metern an die Spitze gehen und gewinnen!“ Gesagt getan: Die TuS-Athletin ging schnell an die Spitze, die sie dann bis zum Ende auch nicht mehr hergab. „Das war ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg ‒ souverän und kontrolliert nach vorne“, lobte Michael Ammann. Die Zeit von 2:10,05 Minuten war nur Nebensache: „Wichtiger war die Erkenntnis, dass Alina die körperliche und mentale Doppelbelastung von zwei 800-Meter-Läufen innerhalb von 24 Stunden trotz Reisestrapazen zwischendurch erfolgreich weggesteckt hat ‒ das lässt für Cali hoffen“, sagte ihr Vater.

Am Montag, 6. Juli fliegt der DLV-Tross zunächst in ein Vorbereitungs-Trainingslager nach Florida (USA), ehe es sechs Tage später nach Kolumbien geht. „Bis zum Abflug wollen wir Alina in Top-WM-Form bringen“, betonte Michael Ammann abschließend.

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