„2018: Das wird mein Jahr!“ : Am Tag des Glücks in den siebten Himmel

Marcel Hoppe und Conny Ye auf einer Hochzeitsfeier. Am 8.8.18 wollen sie selbst heiraten – in Uetersen auf der Hochzeitsinsel.
Marcel Hoppe und Conny Ye auf einer Hochzeitsfeier. Am 8.8.18 wollen sie selbst heiraten – in Uetersen auf der Hochzeitsinsel.

Conny Ye und Marcel Hoppe werden am 8.8.18 in der Hochzeitsstadt Uetersen in den Ehestand treten und das Jahr zu dem ihrer Liebe machen.

shz.de von
30. Dezember 2017, 13:00 Uhr

Uetersen | Trau Dich! So wird es auch 2018 mehrere hundert Male in der Hochzeitsstadt Uetersen heißen. Ein Paar, das sich im kommenden Jahr das Ja-Wort geben möchte, lebt in Tornesch: Conny Ye (24) und Marcel Hoppe (25). Die beiden haben sich vor vier Jahren kennen- und 2015 endlich auch liebengelernt. Marcel machte seiner Freundin damals, an ihrem Jahrestag, einen Heiratsantrag, den sie sofort annahm. Ein Termin für die Hochzeit war mit dem 8.8.18 schnell gefunden.

Natürlich sollte in Uetersen geheiratet werden und dort auf der Hochzeitsinsel. Die Zahl Acht, erzählt die Braut unserer Zeitung, sei in China, dem Herkunftsland ihrer Familie, ein Glückssymbol. Bei drei Achten, wie im gewählten Hochzeitsdatum, sei die Menge an Glück nicht mehr zu übertreffen.

Die 8 als Glückszahl: „ba“ im Chinesischen, klingt so ähnlich wie „fa“, und das bedeutet so viel wie „reich werden“ oder „zu Wohlstand kommen“.  Gern sucht man sich für Telefonnummern, Geheimnummern und andere Zahlen Kombinationen, so dass die Zahlenreihen in der Aussprache einen Glückwunsch ergeben.  Die Nummer 888 bedeutet einfach nur „reich, reich, reich“. Kalendertage mit der 8 gelten für private Feste und Geschäftseröffnungen als günstig. Kein Wunder also, dass an diesem 8. August in ganz China viel los ist. Viele Paare wollen das Glücksdatum auf ihrer Heiratsurkunde haben.

Wer ist die Braut, wer der Bräutigam? Conny Ye wurde 1993 in Elmshorn geboren. Als sie neun Jahre alt war, zog die Familie nach Halstenbek. Ihre Eltern eröffneten dort ein Restaurant, Ye verbrachte dort ihre Jugend und spielte Handball im Verein. Vor einigen Jahren zog die Familie dann nach Tornesch, um an der Friedrichstraße ein neues Restaurant zu eröffnen. Ye hatte inzwischen ihr Abitur bestanden und ist aktuell eingeschriebene Studentin der Sinologie an der Universität Hamburg.

Doch der Gastronomie ist sie bis heute treu geblieben. „Wenn ich nicht gerade studiere, helfe ich meiner Mutter und meinem Vater im Restaurant und bewirte die Gäste mit kantonesischen Köstlichkeiten.“ Das Restaurant ihrer Eltern war auch der Ort ihrer ersten Begegnung mit ihrem späteren Verlobten. Der war dort regelmäßiger Gast. „Dass das nicht nur an der Hühnersuppe lag, war mir lange nicht klar“, räumt Ye ein.

Marcel Hoppe ist gebürtiger Hamburger, kam in einer Klinik in der Hansestadt zur Welt. Sein Zuhause war damals Schenefeld, sollte es allerdings nicht lange bleiben. Der Umzug der Familie nach Tornesch erfolgte früh. Es sei gewesen, als er laufen gelernt habe, berichtet Hoppe. Im Anschluss an die Mittlere Reife 2008 habe er zuerst in den Garten- und Landschaftsbau gehen wollen, doch seine Leidenschaft galt genauso dem Computer. Schließlich entschied er sich daher doch für eine technische Berufslaufbahn. An der Physikalisch-Technischen Lehranstalt in Wedel begann der junge Mann mit seiner Ausbildung zum Informatik-Assistenten mit dem Schwerpunkt Medieninformatik. „Neben meiner schulischen und beruflichen Laufbahn begann auch meine Karriere als Basketball-Spieler, Trainer und schließlich Schiedsrichter beim TSV Uetersen.“

Während seine Freundin noch mitten in der Ausbildung steckt, hat der Bräutigam bereits Fuß im Berufsleben gefasst. Als Software-Ingenieur ist er bei einem Hamburger Unternehmen beschäftigt und verwirklicht dort „einige spannende Projekte“, wie er nicht ohne Stolz erzählt.

Was passierte vor vier Jahren genau im Restaurant „Ping Jie“? Die Braut erinnert sich: „Ich war noch recht neu in Tornesch und kannte noch niemanden. Marcel war in unserem Restaurant zum Essen und verguckte sich sofort in mich.“ Anfangs sei er noch ein wenig schüchtern gewesen , habe sich aber nach einigen Tagen ein Herz und sie mutig bei Facebook angeschrieben. „Er fragte mich, ob er mir nicht die Stadt zeigen könnte“, erzählt seine Verlobte.

Nach anfänglichem Zögern habe sie schließlich eingewilligt. Aus dieser Einwilligung habe sich eine zweijährige Freundschaft entwickelt. „Dann machte Marcel den ersten Schritt und gestand mir seine Liebe. Wir gingen eine wundervolle Beziehung ein. Schon nach einem halben Jahr waren wir bereits das eingespielte Pärchen, das sich mit 80 zusammen auf der Veranda Wollsocken stricken sieht“, sagt Ye schmunzelnd. Und weil das so war, zogen sie auch zügig in ihre erste gemeinsame Wohnung. Nachdem sie ihre Hochzeitspläne veröffentlicht hatten, seien viele Freunde und Verwandte erst einmal skeptisch gewesen: Ist das nicht viel zu schnell? Conny Ye: „Aber wir bewiesen das Gegenteil und räumten die Skepsis vieler schnell aus dem Weg. Wir sind einfach zwei Seelenverwandte, die sich gefunden haben und nicht mehr ohne einander können.“

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