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Gefunden beim Räumen : Am Sonntag wird sie eingeläutet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Heinz Kubik hat das Geheimnis um die Glocke (wir berichteten) gelüftet. Es handelt sich offensichtlich um die alte Schulglocke von Groß Nordende aus dem 19. Jahrhundert. Beim Räumen des Meierschen Hauses vor einigen Jahren habe er diese Glocke zufällig entdeckt, beziehungsweise „einen Klumpen Dreck“, der sich erst später, beim Säubern, als Glocke offenbart habe, so Kubik gestern im Beisein von Bürgermeisterin Ute Ehmke, Oberbrandmeister

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erstellt am 11.Jan.2013 | 20:04 Uhr

Werner Stahl von der Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Nordende, Karsten Schmidt von der Firma ISW und Matthias Lüchau von Looft & Winkelholz.

Kubik hatte die Vertreter aus der Gemeinde, die die Glocke nun wieder zurückerhalten soll, und die Sponsoren, die sich um die Restaurierung des Klangkörpers gekümmert haben, zusammengeführt, um zum einen „Danke“ für diese Unterstützung zu sagen und die Glocke zudem offiziell zu übergeben. „Es passt vom Termin her ganz genau. Denn am Sonntag ist Neujahrsempfang in Groß Nordende. Als ich davon erfahren hatte, habe ich mich beeilt und meine Freunde um schnelle Hilfe gebeten. Das hat geklappt“, freute es den Kaufmann, der also immer noch wirken kann.

Zwar im Hintergrund, aber genauso erfolgreich wie in der Vergangenheit als „Macher“ der vielen Feste für die Bürger.

Kubik vermutet und Fachleute hätten in darin bestärkt, dass es sich bei dem Stück nicht alleine um eine Schulglocke handelt. Sie habe einen so imposanten Klang, dass sie durchaus auch als Feuer- und Alarmglocke gedient haben könnte.

Die Glocke war bei der Uetersener Firma ISW gestrahlt worden – mit feinsten Glasperlen. Karsten Schmidt, Chef von ISW, sagte, dass es sich wohl um einen Stahlguss handelt. „Wir haben sehr vorsichtig gestrahlt und die Glocke anschließend ganz leicht mit Aluminiumbronze besprüht.“

Die Firma Looft & Winkelholz spendiert das Material für den „Glockenturm“, der nun gezimmert werden soll. Weil das Meiersche Haus im vergangenen Jahr abgerissen worden ist, dort also nicht mehr aufgestellt werden kann, soll ihr Platz nun das Gemeindezentrum sein. Wo sie genau stehen soll, konnte Ute Ehmke gestern nicht sagen.

Sie hat auch noch ein paar Tage Zeit, sich diesbezüglich Gedanken zu machen, denn das Balkengerüst, das gefertigt werden muss, um die Glocke aufhängen zu können, muss erst noch gefertigt werden.

Kubik ist es gelungen, auch für diese Arbeiten einen Sponsor zu finden. Ute Ehmke ist sich sicher, dass die Glocke am Sonntag viel Anklang finden wird. Um 17 Uhr beginnt am Gemeindezentrum der Neujahrsempfang. Dann wird sie zu sehen und auch zu hören sein. Ute Ehmke ist dem Uetersener Kaufmann für dessen Engagement sehr dankbar.

„Schade“, sagt sie, dass die Geschichte des Glockenfundes nicht mehr in die Ortschronik aufgenommen werden kann.“ Denn diese sei bereits gedruckt worden und liege seit 2012 vor. Doch stelle der Fund und ihre Rückgabe eine tolle Ergänzung zu diesem Buch über die Geschichte von Groß Nordende dar.

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