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Uetersener Nachrichten

18. November 2017 | 07:44 Uhr

Kreishaus-Verkauf : Am Ende sind alle glücklich

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Entscheidung fiel am Ende fast einmütig. Nur zwei Abgeordnete der CDU-Fraktion enthielten sich bei der Abstimmung um den Verkauf des ehemaligen Kreishaus-Areals der Stimme.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2011 | 21:45 Uhr

Den Zuschlag für das Hauptareal Moltkestraße/Lindenstraße sowie das Gebäude Drosteipark 17 erhielt Diplom-Ingenieur Michael Demandt aus Rendsburg, der erst spät in den Poker einstieg und an den Kreis nun 2,55 Millionen Euro zahlen muss. Die GeWoGe hat das Rennen um die Grundstücke Lindenstraße 4-6 und Moltkestraße 21 gewonnen. Weitere 960000 Euro fließen in die klammen Kassen des Kreises.

„Wir sind froh, dass wir die Reißleine ziehen konnten und die Entscheidung im Kreistag vertagen konnten“, so die Fraktionsvorsitzende der CDU, Heike Beukelmann. „Unsere gemeinsame Entscheidung mit der FDP hat dem Kreis 750000 Euro mehr in die Kassen gespült.“ Auch der Fraktionschef der Liberalen, Klaus G. Bremer war am Ende mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir haben das bestmögliche Ergebnis erzielt.“ Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten Beukelmann und Bremer, dass mit dem Verkauf an Demandt und die GeWoGe sowohl die wirtschaftlichen als auch die sozialpolitischen Aspekte berücksichtigt wurden. „Jetzt hoffen wir, dass die Stadt Pinneberg schnell den neuen Bebauungsplan aufstellt, damit weitere Verzögerungen vermieden werden“, machte Heike Beukelmann deutlich.

Auch SPD-Kreischef Hannes Birke kann mit der Entscheidung des Kreistages gut leben: „Wesentlicher Grund für unsere Zustimmung zum Verkauf an Demandt und die GeWoGe waren insbesondere die städtebaulichen Konzepte der beiden Käufer.“ Für den Fraktionschef der Grünen, Thomas Giese haben die Bieter den Zuschlag erhalten, „die das beste Konzept mit dem besten finanziellen Angebot kombiniert haben.“ Giese zeigte sich glücklich, dass der Kreistag noch in diesem Jahr eine Entscheidung getroffen hat, warnte aber auch: „Das Geld ist noch nicht auf dem Konto.“

Die GeWoGe will auf ihrem erworbenen Areal bezahlbare Wohnungen für Singles, Studenten und behinderte Menschen bauen, Demandt plant eine Mischung aus öffentlich und frei finanzierten Wohnungen. Zudem soll auf dem Gelände eine Wohngruppe für Demenzkranke entstehen. „Beide Bieter haben vor allem die sozialen Aspekte, die wichtig für die Stadt und den Kreis sind, berücksichtigt“, betonte Thomas Giese. Vor höheren Belastungen des Kreises im Bereich der Kosten für Unterkunft warnte hingegen FDP-Fraktionschef Klaus G. Bremer: „Wenn zu viele Sozialwohnungen entstehen, kann das für den Kreis teuer werden.“ Hätte man sich für eine Bebauung mit Eigentumswohnungen in exponierter Lage entschieden, hätte das auch mehr Steuereinnahmen bedeuten können. Die Kosten für den Abriss der Gebäude sowie für die Dekontamination des Hauptareals werden ebenfalls von den Käufern übernommen. Nur die Dekontaminationskosten für den Boden hat noch der Kreis zu leisten.

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