Kunst : Altes Kindermärchen kurzweilig und kreativ

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Aufwändig und kurzweilig hat die Theater-AG der Friedrich-Ebert-Schule das Märchen von den „Sieben Raben“ auf die Bühne gebracht. „Das hat uns viel Spaß gemacht“, sagte Schulleiterin Karen Schlüter nach dem Applaus der etwa 60 Zuschauer in der Aula.

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22. Januar 2015, 18:34 Uhr

Die Brüder Grimm überlieferten die Geschichte: Ein König (Anton Michel) verwünschte seine sieben Söhne (Keanu Brander, Corinna Eberley, Hayrunnisa Yilmaz, Maxim Beker, Nienke Hein, Maya Unger und Caner Bol) in Raben. Ihre einzige Schwester „Layla“ (Linnea Neumann) weiß lange nichts davon. Doch als ein Zauberer (Keanu Brander) ihr das Geheimnis verrät, brechen sie und der Küchenjunge (Ashraf Alwgiea) auf, um die Brüder zu erlösen. Dabei müssen sie durch Flammen gehen, sich mit Erdmännchen auseinandersetzen, mit dem „Herrscher der Lüfte“ (Kai Jonas Dierks) um Zugang zu dessen Glasberg feilschen, in dem die Brüder gefangen sind.

Besonders die Hauptdarsteller Linnea Neumann und Ashraf Alwgiea beeindruckten. Doch sie hätten nicht auf ihre 13 Mitschüler verzichten können. Viele spielten mehrere Rollen und tauchten in wechselnden Kostümen auf. Das Umziehen und den Umbau des Bühnenbildes koordinierten die Dritt- und Viertklässler während der Aufführung völlig selbstständig. Regisseurin Eilika Plath konnte sich dabei ganz auf ihre Assistentin Corinna Eberley verlassen. „Die Leistung besteht darin, dass sie gemeinsam an einem Stück arbeiten“, sagte Plath. Fünf Monate lang hatte sie mindestens einmal wöchentlich mit den Kindern geprobt.

Wie in vorangegangenen Stücken setzte die Pädagogin nicht nur Musikeinspielungen, sondern auch Videotechnik ein. Im Herrenhaus und auf dem Gelände des Museums Langes Tannen hatten die Schüler Szenen aus dem Königspalast gedreht. Die Stimme des Erzählers im Film stammte von Bürgervorsteher Adolf Bergmann. Während der Aufführung wurde der Streifen als Rückblick des Zauberers eingespielt. Zwei Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums assistierten bei der Technik. Ein Märchen über den Zusammenhalt unter Geschwistern als Gemeinschaftswerk.

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