DLRG : Als Favorit zur EM

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Am heutigen Freitag, 16. September, und am morgigen Sonnabend reisen zehn Sportler der DLRG Region Uetersen ins spanische Alicante zur Europameisterschaft der Rettungsschwimmer, die am Montagnachmittag beginnt.

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15. September 2011, 21:09 Uhr

Am Dienstag und Mittwoch finden die Wettkämpfe im Pool, am Donnerstag und Freitag am Strand von Alicante statt. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen der Uetersener Rettungsschwimmer für den Saisonhöhepunkt auf Hochtouren. „Unser zehnköpfiges Team hat viele Vorbereitungswettkämpfe bestritten, den ganzen Sommer hart trainiert und hofft nun, die Lorbeeren für diese Arbeit ernten zu können“, berichtete Trainer und Pressewart Matthias Krause. Mit Blick auf die bisherigen Saisonleistungen steht fest: Die Sportler der DLRG Region Uetersen zählen bei der EM zu den Topteams. Vor allem die Freigewässersaison der nach der letzten Weltmeisterschaft neu strukturierten Mannschaft lässt hoffen: In der Bundesliga der Rettungsschwimmer, der DLRG-Trophy, gewannen die Herren alle Staffelwettbewerbe und schockten die deutsche Konkurrenz förmlich. Mit David Loosen, Mitglied der Nationalmannschaft und zudem bester deutscher Freigewässerathlet, haben die Rosenstädter ebenfalls einen Kandidaten für Edelmetall auf einer Einzelstrecke. Und auch der amtierende Interclubweltmeister Tobias Knoll will an seine Erfolge von 2010 anknüpfen und in Alicante beweisen, dass er mit seinem Team zur kontinentalen Spitze gehört. Zudem haben die Uetersener mit Krause einen routinierten Athleten, der in Spanien seine internationale Karriere mit einem Topergebnis krönen möchte. Zu den „jungen Wilden“ zählen Ole Ehlers und Philipp Schankin, die sich durch hervorragende Platzierungen im Vorjahr ins Team kämpften und nun erstmals internationale Luft schnuppern. Florian Mencke möchte nach seinen Erfolgen bei der Junioren-EM zeigen, dass er auch bei den „Großen“ mithalten kann. „Er ist besonders wertvoll für die Staffelwettbewerbe“, weiß Krause.

Aber auch die Damen stehen den Männern kaum nach: Medaillenhoffnungen ruhen im Pool vor allem auf Stefanie Schoder, die in den letzten Jahren Mitglied der Nationalmannschaft war und zudem amtierende Militärweltmeisterin auf hundert Meter Retten mit Flossen und Gurtretter ist. Zurückgekehrt zur Uetersener DLRG ist Monika Hirte: Die amtierende Deutsche Mannschaftsmeisterin ist eine starke Staffelschwimmerin und hat das Potenzial, auf der Sprintstrecke der Rettungsschwimmer (50 Meter Retten) um einen Final-Platz mit zu schwimmen. Mit Katharina Stephan haben die Uetersener zudem die zurzeit schnellste deutsche Schwimmerin im Surf Race: „Sie hat seit 2009 kein Rennen in der Bundesrepublik verloren – deshalb liegt ihr Fokus vor allem auf der 400 Meter langen Strecke im Mittelmeer, wo sie um vordere Platzierungen mit schwimmen will“, so Krause. Die erfahrenste Athletin im Team ist Jill-Anna Offermann, die nach einer langen Verletzungspause vor allem für die Teamwettbewerbe wertvoll ist. Krause: „Auch sie ist hoch motiviert, die Uetersener Damen zu Topplatzierungen zu führen!“

Mit diesen zehn Frauen und Männern, einer Mischung aus Erfahrung und Jungspornen, geht es auf die iberische Halbinsel. „Die Jüngeren sollen vor allem Erfahrungen sammeln, um für kommende internationale Wettkämpfe gerüstet zu sein. Und vielleicht wächst der eine oder andere über sich hinaus und sorgt für eine Überraschung“, so Krause, der abschließend betonte: „Die Stärke unserer Mannschaft lag schon immer in den Staffelwettbewerben und dem starken Zusammenhalt unter den Sportlern. Deswegen werden wir auch in Alicante wieder angreifen und vielleicht für die eine oder andere Überraschung sorgen!“

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