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Hauptversammlung : Alles muss jetzt auf den Prüfstand

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft Haselau hadern mit der Entscheidung von Bürgermeister Rolf Herrmann, sich im Amtsausschuss der Stimme zu enthalten, als es um die Fortsetzung der Verwaltungsgemeinschaft mit Uetersen beziehungsweise den Wechsel zum Amt Moorrege ging (wir berichteten). „Durch diese Entscheidung ist der Tod des Amtes Haseldorf besiegelt worden“ - so der Vorwurf der Freien Wähler. Ihren Ärger darüber wollen sie auf der Gemeindevertretersitzung heute Abend um 20 Uhr im „Haselauer Landhaus“ Luft äußern und zum Thema machen.

„Der Bürgermeister ist Delegierter unserer Gemeinde und sollte im Amtsausschuss vertreten, was in der Gemeindevertretung beschlossen wurde“, so die Meinung von stellvertretendem Vorsitzenden Jochen Hülsmann. Er ging so weit zu sagen: „Ich habe kein Vertrauen mehr, dass der Bürgermeister die Interessen von Haselau vertritt.“

FWH-Gemeindevertreter Harald Jürgs kreidete die Entwicklung nicht so sehr dem eigenen Bürgermeister als vielmehr Haseldorfs Bürgermeister Uwe Schölermann an. „Bei einem solchen Partner wie ihn Haselau in Haseldorf hat, muss alles auf den Prüfstand“, forderte er. Die Freien Wähler machten Front gegen viele mögliche gemeinsame Vorhaben. Haselauer Geld wird - wenn es nach dem Willen der FWH geht - nicht in den Neubau einer Turnhalle fließen. Ein klares Nein kommt von ihnen auch zur von Haseldorf angestrebten Gründung eines Schulzweckverbands. „Stattdessen könnten Haselauer Eltern überlegen, ihre Kinder nach Heist zur Schule zu schicken“, so Harald Jürgs.

Ein weiteres Thema des Abends war der Fortbestand der Freien Wählergemeinschaft. Noch gibt es kein Problem, aber der politische Nachwuchs fehlt. „Jeder soll überlegen, wie er sich einbringen kann, um die erfolgreiche Arbeit der FWH fortzusetzen“ appellierte der Vorsitzende. In seinem Bericht ließ er die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren. Viele davon - wie der FWH Klönschnack an jedem zweiten Mittwoch des Monats um 19 Uhr im „Jägerkrug“, das Grünkohlessen, die Spiel- und Klönnachmittage und die Beteiligung an der Dorfsäuberung - sollen beibehalten werden. Neue Konzepte sollen für die Tannenbaumaktion und die Kinderfaschingsfeier entwickelt werden.

Die anstehenden Vorstandswahlen verliefen geheim und harmonisch. Einstimmig wurden Vorsitzender Michael von Malottki, Rechnungsführer Michael Klehn und Beisitzer Uwe Schättiger in ihren Ämtern bestätigt. Nach dem Bericht von Rechnungsführer Klehn erteilten die FWH-Mitglieder dem Vorstand einstimmig Entlastung.

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erstellt am 28.Feb.2016 | 18:50 Uhr

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