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Tag der offenen Tür bei den Chorknaben : Alles fließt und ist offen für Veränderung

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Transformation hat die Menschheit schon immer begleitet. Nur durch stetigen Wandel gibt es Entwicklung. Wer sich diesem gesellschaftlichen Grundsatz verweigert, verliert an Bedeutung und verkümmert in aller Regel. Alles fließt und verlangt schon deshalb die Offenheit für Neues.

Die Chorknaben Uetersen kennen diesen Prozess steter Veränderungen. 50 Jahre alt werden sie in diesem Jahr, an der Weiterentwicklung haben sie immer gearbeitet. Und tun das noch heute.

Das Prinzip der Offenheit ist auch der Leitbegriff des Jubiläumsjahres. Offen ist der Chor gegenüber den musikalischen Stilen. Alte Meister wie Bach, Mendelssohn und Schütz haben zweifelsohne Tolles hervorgebracht. Gutes für die Ohren. Doch die Chorknaben Uetersen von 1965 kennen auch die zeitgenössische Musik und verachten sie nicht. Rockiges wurde zur Aufführungsreife gebracht und auch lettische Kompositionen von (zum Beispiel) Ugis Praulins. Zum Teil waren es Werke, die für die Chorknaben Uetersen komponiert worden sind. Offen stehen die Chorknaben aber auch anderen Freizeitbeschäftigungen gegenüber. So wird es vom 12. bis 14. Juni in Uetersen ein Fußballturnier geben, an dem befreundete Knabenchöre teilnehmen

. Auch am Wochenende stand die Offenheit im Zentrum des Chorlebens. Zum einen zeigten sich die Chorknaben ihren Besuchern gegenüber offen und luden diese zum Tag der offenen Tür in das Ludwig-Meyn-Gymnasium ein. Verfolgt werden konnte dabei am Sonnabend die tägliche Arbeit wie das Üben der Vorchorgruppen und das Proben des Konzertchores. Hans-Joachim Lustig und Susanne van den Bos standen bereit, Fragen zu beantworten. Gleichzeitig bat Harald Stockfleth, Stimmbildner des Chores, die Knaben zu sich, um den Stimmen den letzten Schliff zu geben. Der vierstündige Vormittag wurde nur von einer kurzen „Brotzeit“ unterbrochen. Mütter der Sänger hatten dafür in der Kantine Brötchen geschmiert.

Am Nachmittag ging es zum „offenen Singen“ in die Gastwirtschaft „Zur Erholung“. Dort durften dann auch die Gäste zeigen, dass sie gut bei Stimme sind. Für die Männer hieß es sogleich weiterzureisen, denn sie nahmen am Sonnabend an der Itzehoer Kulturnacht teil. Und zwar unter ihrem neuen Namen „Sonux Ensemble“. Auch diesbezüglich unterwarfen sich die Choristen dem Zwang der Veränderung. Lange traten sie als „Männerstimmen der Chorknaben Uetersen“ auf, doch griffiger, weil internationaler, erschien ihnen der Begriff Sonux“, der eine Wortschöpfung darstellt und auf den lateinischen Begriffen Sonus (Klang) und Lux (Licht) beruht. Der Gesamtchor ist bereits am 13. Juni von 19 Uhr an in der Klosterkirche zu hören. Näheres dazu folgt.

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erstellt am 26.Apr.2015 | 19:38 Uhr

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