Alles bleibt wie gehabt

Am Konzept der in Tornesch praktizierten Laubentsorgung ändert sich, zumindest in der kommenden Laubsaison, nichts.

shz.de von
10. Juli 2015, 21:20 Uhr

Das jedenfalls ist das Ergebnis eines Gedankenaustausches der Politiker im jüngsten Umweltausschuss. Die Politiker hatten im Herbst vergangenen Jahres, angeregt durch den Seniorenbeirat, die Verwaltung beauftragt, sich über ein neues Konzept Gedanken zu machen. Denn der Seniorenbeirat hatte angeregt, die private Laubabfuhr über eine „Verrechnung“ mit den von der Stadt ausgegebenen Gartenabfallgutscheinen zu ermöglichen. Doch diese vom Seniorenbeirat angestrebte Möglichkeit, die nun im Umweltausschuss auch von den Christdemokraten unterstützt wurde, sei nicht umsetzbar, so die Verwaltung. Die privat betriebene Anlage am Kummerfelder Weg, mit deren Betreiber die Stadt über die Gartenabfallgutscheine zusammenarbeitet, sei als Strauchgutanlage zur Kompostierung von Gartenabfällen konzipiert, so Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz, Stabstelle Umwelt und Wirtschaftskoordination. Eine nicht kalkulierbare Laubmenge durch die Abgabe privaten Laubes über die Gartenabfallgutscheine könne dort nicht angenommen werden. Auch eine Gesamtumstellung der Tornescher Laubabfuhr auf den Einsatz eines anzumietenden Besenwagens, bei dem das Laub dann durch die Anlieger am Straßenrand aufzutürmen wäre, ist für Politik und Verwaltung aus Kostengründen keine ernsthafte Option gewesen. Und auch eine mögliche Zusammenarbeit mit der GAB bei der Einsammlung des Laubes würde den bisherigen Kostenansatz der Stadt deutlich überschreiten, war in der Ausschusssitzung zu hören.

In den städtischen Haushalt sind 20000 Euro für die Laubentsorgung eingestellt. Dieser Ansatz wird jedoch in den kommenden Jahren kaum zu halten sein, kündigte Rainer Lutz an. Er verwies darauf, dass das Tornescher System der Laubentsorgung eingespielt sei und im Vergleich zu anderen Städten ein „hohes Serviceniveau“ erreicht habe: Die Bürger in ausgewählten Straßen mit viel städtischem Laub befüllen die von der Stadt zur Verfügung gestellten Säcke mit dem öffentlichen Laub und stellen die Säcke zur Abholung an den Straßenrand. Das Laub wird von der örtlichen Landwirtschaft zur Kompostierung oder zum Unterpflügen abgefahren.

Dass sich auch immer wieder Säcke mit privatem Laub an den Straßenrändern befinden, ist kein Geheimnis, aber eben auch nicht konkret nachprüfbar. Und so werden auch diese Laubsäcke früher oder später zur Sauberhaltung des Straßenbildes vom Bauhof abgeholt. „Wir machen also schon deutlich mehr, als wir machen müssten“, betonte Rainer Lutz.

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