Brainstorming : Alle Alternativen durchspielen

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„Wir wollen bis zum Jahresende zu einer Entscheidung kommen“, steckte Uwe Schölermann, Bürgermeister von Haseldorf, das Ziel ab. „Egal, ob wir uns fürs Um- oder Neubauen entscheiden – wir werden frühestens in einem Jahr mit der Maßnahme beginnen können und dann ein Dreivierteljahr bauen“, fasste Haselaus Bürgermeister Rolf Herrmann die Aussichten zusammen.

shz.de von
30. Juli 2015, 18:00 Uhr

Auf Einladung des Sonderausschusses der beiden Marschgemeinden, dem neben den Bürgermeistern je drei Gemeindevertreter angehören, waren Sprecher des Turnvereins Haseldorf, der Freiwilligen Feuerwehren, der Kindertagesstätte und der Betreuungsklasse zusammengekommen, um über die Frage zu diskutieren: „Sollen Schule und Turnhalle energetisch saniert oder neu gebaut werden? Beim Brainstorming im „Haseldorfer Hof“ sollten alle Anliegen auf den Tisch kommen und alle Alternativen durchgespielt werden.

Fest steht laut eines in Auftrag gegebenen Gutachtens: An der Schule besteht ein hoher energetischer Sanierungsbedarf. An die Einfeld-Turnhalle aus den 70er Jahren werden darüberhinaus weiterreichende Ansprüche gestellt. Sie genügt den Anforderungen nicht mehr. Insbesondere die Mitglieder des Turnvereins Haseldorf (TVH) wünschen sich mehr Hallenzeiten und ein insgesamt zeitgemäßeres Zuhause.

„Die Halle ist zu klein, um Turniere oder Parallelveranstaltungen zu organisieren, der Fußboden ist kaputt, so dass wir den Kindern nicht empfehlen können barfuß zu gehen, es regnet durch und die sanitären Anlagen entsprechen nicht dem heutigen Standard“, machte Martina Stecher-Strinz, Vorsitzende des Turnvereins, die Position der Sportler klar. Sie wünscht sich eine Zweifeld-Halle und signalisierte, dass sich der Verein eine finanzielle Beteiligung an einem Turnhallenneubau vorstellen könne. Der zweite Problemkomplex ist die Unterbringung der Betreuungsklasse. Sie ist in der ehemaligen Hausmeisterwohnung untergebracht, die der Turnhalle angegliedert ist, und platzt aus allen Nähten. „Wir benötigen mehr Platz sowie sanitäre Anlagen und eine Küche, die für die Versorgung von 80 Kindern ausgelegt ist“, machte Peggy Schlichting-Kleiß, Vorsitzende des Vereins Betreuungsklasse Haselau/Haseldorf deutlich. Zurzeit herrscht ein Aufnahmestopp. Mehr Kinder als bisher können von den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Vereins nicht betreut werden.

Grundschulleiter Joachim Kähler teilte schriftlich mit, dass er mit der Größe der Turnhalle zufrieden sei, sich aber eine Sanierung von Sanitärbereich und Abstellräumen wünsche. Überwiegend zufrieden äußerten sich auch die Vertreter von Freiwilliger Feuerwehr und Kita. „Ich finde es gut, dass hier keine Ansprüche gestellt, sondern Wünsche geäußert werden“, sagte Ausschussmitglied Günter Küchler von der Freien Wählergemeinschaft Haselau. Vom SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck, der als Gemeindevertreter anwesend war, wünschte Schölermann sich Informationen zu Fördermöglichkeiten durch das Land Schleswig-Holstein. Mit der Bitte, weitere Ideen auf dem „kurzen Wege“ zu melden, beendete der Bürgermeister die Sitzung.

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