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Museum Mölln-Hof : Alkovenwand erstrahlt in altem Glanz

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Den Abriss des 1810 errichteten Abschiedshauses des Tornescher Hofes, der als Keimzelle der heutigen Kommune Tornesch gilt, konnte die Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch im Mai 2013 nicht verhindern. Was den engagierten Ehrenamtlichen jedoch gelang: die Alkovenwand und den Hausbalken mit Inschrift „Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut. Im Himmel und auf Erden. Jürgen Siemsen, Anna Catarina Siemsen 2.6. 1810“ zu retten.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2015 | 18:56 Uhr

Alkovenwand und Hausbalken fanden im volkskundlichen Museum der Kulturgemeinschaft auf dem Mölln-Hof ein neues Zuhause. Die fachmännische Restaurierung erfolgte etappenweise und ist nun beendet. Unter dem historischen Hausbalken schreitet der Museumsbesucher in eine „gute Stube“ mit der Alkovenwand. Der Bereich wurde bereits als Café des Museums genutzt, nun verleiht die restaurierte Alkovenwand der Stube historisches Flair.

Im Beisein von Sponsoren, dem Restaurator Alexander van den Heuvel, der Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde Annelie Fesser sowie dem Hausherrn des Mölln-Hofes Jürgen Mölln stellten Mitglieder des Arbeitskreises 1 (Museum und Heimathaus) der Kulturgemeinschaft die „Döns“ des Museums vor.

Der Erste Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Harald Schulz dankte allen, die zum Erhalt der baulichen Zeitzeugen aus dem reetgedeckten Zweiständer-Fachhallenhaus Tornescher Hof beigetragen haben und nannte für die Ehrenamtlichen aus dem Arbeitskreis stellvertretend Holger Pott. Er hatte federführend die Arbeiten rund um den Aufbau und Abbau der Alkovenwand, das Anbringen des Hausbalkens und das ebenfalls in ehrenamtlicher Arbeit erfolgte Verlegen eines Holzfußbodens in der „Döns“ koordiniert. Ermöglicht wurde die Restaurierung der Alkovenwand durch Spenden der Ernst-Martin-Groth-Stiftung (2300 Euro) sowie der Stadt Tornesch und der Bürgerstiftung der VR Bank Pinneberg mit je 1000 Euro. Jürgen Körner, Vorsitzender der Ernst-Martin-Groth-Stiftung, Volker Großmann von der Bürgerstiftung der VR Bank und Sabine Kählert, Leiterin des Tornescher Amtes für Soziale Dienste, waren zur Einweihung der „Döns“ anwesend und freuten sich über die weitere Bereicherung des Museums.

Auch Hausherr Jürgen Mölln und Annelie Fesser gratulierten der Kulturgemeinschaft und dankten für das ehrenamtliche Engagement. Restaurator Alexander van den Heuvel hat die Alkovenwand unter anderem gereinigt und von Schimmel befreit, die Konstruktion gefestigt sowie Teile aus Eichenholz nachgefertigt und farbig angepasst. Auch den Hausbalken hat er gereinigt, farblich gefestigt und unter der Jahreszahl die ursprüngliche Farbe freigelegt. Die Künstlerin Elke Werner hat der Kulturgemeinschaft für die „Döns“ ein Bild geschenkt.

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