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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 03:51 Uhr

Modellprojekt : Aktiver Kinderschutz im Sport

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Elmshorner MTV ist der erste Sportverein in Schleswig-Holstein, der erfolgreich an dem bundesweit einmaligen Modellprojekt „Aktiver Kinderschutz im Sport“ teilgenommen hat. Dr. Bettina Bonde, Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit Schleswig-Holstein, überreichte das Zertifikat an EMTV-Geschäftsführer Uwe Hönke.

shz.de von
erstellt am 20.Mär.2012 | 22:36 Uhr

Unsicherheiten abbauen, Handlungssicherheit schaffen - das ist das Ziel des Modellprojektes „Aktiver Kinderschutz im Sport“ des Deutschen Kinderschutzbundes in Kooperation mit der Sportjugend Schleswig-Holstein.

„Sexueller Missbrauch ist ein sensibles Thema, auch in Sportvereinen. Wir wollen in den Sportvereinen die Sicherheit im Umgang mit diesem Thema verbessern und so den Schutz der Kinder stärken“, sagt Irene Johns, Vorsitzende des Kinderschutzbundes Schleswig-Holstein. Die Angst ist groß, sich falsch zu verhalten, wenn der Verdacht sexuellen Missbrauchs aufkommt. Gleichwohl ist schnelles und vor allem sicheres Handeln gefragt. Hier setzt das Modellprojekt an.

Ziel ist es, in den Sportvereinen klare Handlungs- und Präventionsstrategien zu entwickeln. Wer muss im Verdachtsfall wen informieren und einbeziehen? Wer muss wie handeln? Außerdem müssen konkrete Möglichkeiten der externen Beratung und Supervision bestehen, um gerade in Krisensituationen handlungsfähig zu sein. Alle Ebenen des Vereins werden in diesen Prozess eingebunden: Vorstand, Geschäftsführung, Übungs-, Jugendleiter, Trainer sowie Kinder und Jugendliche im Verein. Gemeinsam wird ein Handlungsleitfaden erarbeitet, der es dem Verein ermöglicht, eine klare Haltung nach innen und außen zu schaffen, für transparente Kommunikationswege zu sorgen und vor allem den Schutz von Kindern zu stärken. Die Erfahrungen des EMTV und der im Modellprojekt noch folgenden Vereine werden helfen, praxisgerechte Handlungsempfehlungen für die übrigen 2700 Sportvereine im Land zu erarbeiten. Staatssekretärin Dr. Bettina Bonde betonte: „Es geht darum, das genaue Hinsehen zur gemeinsamen Selbstverständlichkeit zu machen.“

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