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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 06:28 Uhr

Auszeichnung : Ärzte verzahnen sich enger

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie haben eine besonders enge und gut abgestimmte Kooperation von Haus- und Fachärzten aufgebaut. Dafür hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) dem Pinneberger Arztnetz (PAN) und dem Gesundheitsnetz-Region-Wedel (GRW) jeweils die „Anerkennung als förderungswürdiges Praxisnetz“ verliehen.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 19:12 Uhr

Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld verbunden. So erhielt allein die GRW 100000 Euro, berichtete die Vorsitzende Ute von Hahn. „Wir setzen das für die Fortbildung ein. Wir sind dadurch pharmazieunabhängig“, sagte sie. Die 54 Ärzte umfassende Gruppe bezahlt zudem eine Netzwerkmanagerin, Gabriele Prahl. Zum PAN gehören 71 Haus- und Facharztpraxen. Das entspricht nach eigenen Angaben mehr als der Hälfte aller im Umkreis niedergelassener Mediziner.

Die Anerkennung ist selten. Die KVSH zeichnete nur vier von 32 Praxisnetzen in Schleswig-Holstein als förderungswürdig aus, berichtete von Hahn. Die Messlatte lag hoch. Wie Prahl berichtete, ging der Preisverleihung eine eingehende Prüfung voraus. Die KVSH habe sich dabei auf eine gesetzliche Regelung (§ 87b SGB V, Absatz 4, Vergütung der Ärzte) und detaillierte Richtlinien gestützt.

Entsprechend intensiv hatten sich die Ärzte auf die Prüfung vorbereitet. Der PAN-Vorsitzende Götz Itschert aus Pinneberg berichtete: „Wir haben viele Monate Arbeit in das Anerkennungsverfahren gesteckt und immer wieder noch Strukturen verbessert, so dass wir jetzt froh sind, die Früchte unserer intensiven Netzarbeit zu ernten.“ Von Hahn sagte: „Wir sehen das auch als eine Art Adelsschlag, der unsere langjährigen Bemühungen um bessere Kommunikation und reibungslosere Abläufe untereinander jetzt belohnt.“ Es sei zwar selbstverständlich, dass sich Ärzte an Leitlinien orientierten, aber: „Im Praxisnetz geht man noch ein Stückchen weiter und koordiniert das mit den unterschiedlichen Fachgebieten“, sagte von Hahn. Itschert betonte: „Wir machen Bürokratie handhabbar, so dass Ärzte, vor allem aber auch Patienten davon profitieren.“

Zum Beispiel veröffentlichen die Netzwerke auf ihren Internet-Seiten kompakte Informationen. Die GRW etwa stellt eine Übersicht der Urlaubszeiten aller Praxen, eine gemeinsame Preisliste für vorsorgliche Leistungen und Informationen zu einzelnen Krankheiten sowie Tipps zum Umgang damit bereit.

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