Rainer Darkow vom Anglerverein Uetersen-Tornesch ärgert sich : Ärger über unfachmännischen Kahlschlag

3701844_800x407_512e523c1f0cf.jpg

Unmut über Arbeiten an dem Tornescher Regenrückhaltebecken am Koppeldamm herrscht bei vielen Anglern. „Das war unsinnig und unfachmännisch“, sagte Rainer Darkow, Vorsitzender des Sportangelverein Uetersen-Tornesch, jüngst während der Jahresversammlung. Vor rund zehn Tagen hatte er an dem Gewässer Bagger und gefällte Baumstämme entdeckt.

shz.de von
27. Februar 2013, 19:34 Uhr

Darkow wusste zwar, dass das Becken einen Überlauf erhalten soll. Doch obwohl der Verein das Gewässer pflegt, sei er über das Vorgehen nicht informiert worden. Er ärgert sich: Anstatt am flachen Zu- oder Ablauf des Regenrückhaltebeckens anzusetzen, hätten die Arbeiter eine Schneise über einen zwei Meter hohen Damm geschlagen. Dabei seien Baumstämme auf das Eis gefallen. Darkow warnte: „Die Fische sind in Winterstarre.“ Sie hätten aufgeschreckt werden können. Bürgermeister Roland Krügel wiegelte ab. „So dicke Bäume sind da nicht abgesägt worden“, sagte er im UeNa-Gespräch.

Die Abstimmung hätte sicherlich besser sein können. Im Grund aber gelte: „Wir gestatten dem Angelverein, das zu hegen. Der Rest ist unsere Sache“, so Krügel. Sehr viel Erfreulicheres berichtete Darkow aus dem Vereinsleben. Die Mitgliederzahl wie auch die Einnahmen stiegen. „Uns geht’s gut“, erklärte er den 54 Besuchern in der Gaststätte Birkenhain. Am 1. Januar gehörten dem Verein 180 Mitglieder an – vier mehr als vor einem Jahr. 42 von ihnen sind Jugendliche.

Von einem wahren Geldsegen berichtete Schatzmeister Hans-Joachim Reetz: „Wir hatten so viele Mitgliedsbeiträge wie in der ganzen Vereinsgeschichte noch nicht: mehr als 13000 Euro.“ Grund: Er habe angefangen, konsequent zu mahnen.

Zwiespältig sieht er dagegen eine andere Einnahmequelle: 24 Mitglieder mussten Ersatzzahlungen für nicht geleistete Arbeitsdienste leisten. Das sei bei 76 dienstpflichtigen Anglern eine hohe Quote, bedauerte Darkow. Lieber wäre ihm, wenn diese Einnahmen niedriger ausfielen und sich die Arbeit auf mehr Schultern verteilte.

Der Geldsegen weckte Investitionsfreude. Die Sportangler bauten ihre Hütte am Vereinsgewässer aus. Trotzdem blieb ein Überschuss. Reetz empfahl: „Wenn sich mal die Gelegenheit bietet, ein Gewässer zu kaufen, sollten wir das tun“. Aber auch auf öffentlichem Grund erschlossen sich neue Angelstellen. Am Koppeldamm dürfen die Angler seit 2012 fischen. In diesem Jahr ist ein Becken an der Grenze zu Uetersen hinzugekommen. Angelkarten dafür will der Verein ab Mai ausgeben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert