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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 01:44 Uhr

TV Uetersen : Ärger mit dem Qualm

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Was hat ein Zigarettenautomat vor dem Clubhaus des Tennisvereins Uetersen zu suchen? Rauchen und Sport vertragen sich doch nicht miteinander. Für den Betreiber scheint sich der Standort am Fourniermühlenweg trotzdem zu lohnen. Einst befand sich das Gerät sogar im Clubhaus, obwohl weder der Verein noch der Gastronom eine Umsatzbeteiligung erhielten.

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2012 | 22:47 Uhr

Zwar wurde der Automat vor die Tür gesetzt, nachdem er mehrmals aufgebrochen worden war. Doch auch von dort soll er verschwinden. Während der jüngsten Mitgliederversammlung stimmten die Sportler dafür, das Gerät versetzen zu lassen – weit weg. „Der Tennisclub ist ein Sportverein mit vielen Jugendlichen. Der Anreiz zum Kauf von Zigaretten sollte nicht vom Tennisverein ausgehen“, sagt Franz Hehnke aus Moorrege. Er hatte den Antrag eingebracht. Zwei der 46 Anwesenden stimmten dagegen, drei enthielten sich.

Die Jugendarbeit im Verein wächst. Inzwischen gehören ihm 130 Minderjährige an, sechs mehr als vor einem Jahr. Damit stellen die Jugendlichen mehr als ein Drittel der Mitglieder. Die Zahl der Erwachsenen blieb dagegen bei 189 stehen.Jugendwartin Susanne Siebels führt den Erfolg auf die Arbeit der Trainer unter Leitung von Björn Keller zurück. „Gerade die Kommunikation zwischen Trainern, Kindern und Jugendlichen ist hervorragend“, sagte sie. Projekttage an den Grundschulen brachten zwar keine neuen Mitglieder, doch das Kindergartentennis für Drei- bis Sechsjährige erfreut sich großer Beliebtheit. „Ständig stoßen neue Eltern mit ihren Kleinkindern hinzu“, berichtete Siebels. Die Jugendarbeit führte auch zu sportlichen Erfolgen. Drei der zehn Nachwuchsmannschaften stiegen im Sommer auf. 2012 werden 13 Teams zu Punktspielen antreten.

Nicht weniger erfolgreich zeigten sich die Erwachsenen. Wie Sportwartin Birgit Thiemann berichtete, schafften vier der 19 Mannschaften im Sommer den Aufstieg, nur zwei stiegen ab. Die Wintersaison verlief etwas schwächer. Es traten nur noch 15 Mannschaften an. Doch für Aufsehen sorgte das neue Damen-30-Team. Kaum gegründet, kämpfte es sich von der Bezirks- in die Verbandsliga hinauf.

Glücklich sind die Tennisspieler auch darüber, dass sie die mehrjährige Sanierung ihrer Anlagen abgeschlossen haben. Für rund 193000 Euro erneuerten sie WCs, Duschen, Hallenboden und -wände. Die Spielfelder werden nun mit Energiesparlampen beleuchtet. Ventilatoren unter der Decke drücken aufsteigende Wärme hinunter. Wer dort spielen will, braucht übrigens nicht Mitglied zu sein. Reservierung unter Telefon 04122/1459.

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