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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 10:32 Uhr

Schützengilde : Ältermann wird König

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Wettergott muss Gildebruder sein, schließlich war die Wetterprognose alles andere als gut. Marschieren im strömenden Regen – igitt! Doch lachte am Sonnabend die Sonne, die Temperaturen lagen im Mittelmaß. Gut für den „Spaziergang“ vom Kloster zur Großen Twiete. Mehr als vier Kilometer lang war der Weg vom Klosterpatron zum König (Thomas Dohrn) und vom ihm zum Gildeplatz. Doch die mehr als 40 Gildebrüder, die zum Marschieren angetreten waren, hielten tapfer durch. Dafür sorgten nicht zuletzt die Spielleute des Musikzuges „Rosenstadt Uetersen“, die den Takt vorgaben.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2012 | 21:56 Uhr

Nachdem der scheidende König zum Platz begleitet worden war, ging es dort in Anwesenheit der Bürgermeisterin und der Bürgervorsteherin mit dem Königsfrühstück, dem Königsschießen und abends mit der Proklamationsfeier, ebenfalls im Festzelt, weiter. Ältermann Joachim Henningsen freute sich, Heike Baumann und Andrea Hansen erneut begrüßen zu können, dazu den Schatzmeister des Deutschen Schützenbundes, Gerd Quast, und große Abordnungen befreundeter Schützenvereine sowie den Kreiskönig. „Auslaufmodell“ des Abends, wie Henningsen es ausdrückte, war die alte Rotte. Und das wurde deutlich gemacht, indem zunächst die beiden Ritter, André Slezak und Carsten Niedworok, von ihren Ketten „befreit“ wurden und sich anschließend auch der Gildekönig von seinen Würden trennen musste.

Die königslose Zeit sollte schnell überwunden werden. So proklamierte der Ältermann erst zwei neue Ritter, André Slezak (1. Ritter) und Thorsten Möller (2. Ritter), und anschließend den neuen Gildekönig. Regent wurde Henningsens Stellvertreter, Joachim Nohtse. Der zeigte sich völlig baff, hatte er doch mit allem gerechnet, nur nicht damit. Der Abend im Zelt wurde mit etlichen Tanzrunden fortgesetzt. Und natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt worden. Küchenchef Klaus Ratjen und seine Crew sorgten für den zünftigen Gaumenschmaus.

Klotzenkönig ist übrigens Johann-Otto Plump geworden, der den hölzernen Vogel, auf den gezielt wurde, gezimmert hatte. Klotzenkönig wird, wer den Königsschuss abgegeben hat. Bei der Gilde schießt man nicht für sich selber, sondern jeweils für einen anderen Bewerber. Für wen jeder einzelne antritt, weiß vorab nur der Ältermann. Um die Königswürde im ältesten weltlichen Verein der Rosenstadt bewarben sich diesmal 45 Gildebrüder. Das Gildefest endete gestern mit dem Familientag und dem Gästeschießen. Darüber lesen Sie am Dienstag mehr. Farbiges auf den Seiten 6 und 8.

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