Statistik : Ackerpreis ist gestiegen

3265879_800x579_4e9dcc8c1c844.jpg

Zu nie erreichten Rekordpreisen sind Felder, Weiden und Wiesen während des vergangenen Jahrs in Schleswig-Holstein verkauft worden. Im Kreis Pinneberg kletterte der Preis pro Hektar von 20126 auf 20214 Euro (plus 0,44 Prozent).

Avatar_shz von
18. Oktober 2011, 20:57 Uhr

Gründe für das hohe Niveau: Die zum Verkauf stehenden Flächen werden immer rarer, da Land für Siedlungs- und Verkehrszwecke gebraucht wird. Landwirte versuchen daher, möglichst viel Fläche aufzukaufen. Außerdem stiegen die Preise für Ernteprodukte und der Export nahm zu. Landwirte und auch Kapitalanleger versuchten daher, möglichst viel Fläche aufzukaufen.

Landesweit stieg der Preis stärker als im Kreis Pinneberg, erreichte aber nicht dieselbe Höhe. Nach Angaben des Statistischen Amtes Nord hob sich der Preis je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche ohne Gebäude und Inventar im landesweiten Mittel von 16085 Euro auf 16923 Euro (plus 5,2 Prozent). So viel wurde nie zuvor gezahlt. Insgesamt wurden fast 5300 Hektar verkauft und etwa 1050 Verträge abgeschlossen, 220 mehr als im Vorjahr.

Allerdings liegt der Preis für landwirtschaftliche Grundstücke im Kreis Pinneberg 19,4 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr im Kreis Pinneberg 301 Hektar verkauft, 14 mehr als im Jahr zuvor. Im regionalen Vergleich wurden die höchsten Kaufwerte im Kreis Ostholstein mit 21803 Euro erfasst. Es folgten die Kreise Pinneberg mit 20214 Euro und Plön mit 19660 Euro. Am wenigsten wurde im Kreis Steinburg bezahlt. Hier lag der Preis pro Hektar im Schnitt nur bei 14489 Euro, gefolgt vom Kreis Dithmarschen mit 14639 Euro und dem Kreis Segeberg mit 15479 Euro.

In der Statistik erfasst werden alle Käufe mit einer Grundstücksgröße von mindestens 0,1 Hektar. Nicht enthalten sind Rebland und gärtnerisch genutzte Flächen sowie Verkäufe aufgrund von Flurbereinigungen, Erbauseinandersetzungen, Schenkungen, Grundstücke, die als Bauland, Bauerwartungsland, Industrieland oder Land für Verkehrswege veräußert wurden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert