zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 03:52 Uhr

Polizei : Achse getaped und weitergefahren

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Welch’ gefährlicher Leichtsinn: Am Dienstag gegen 10.40 Uhr sind an einem polnischen Sattelauflieger im Rahmen einer Verkehrskontrolle durch die Polizei Mängel festgestellt worden, die dazu führten, dass die Beamten die Weiterfahrt untersagten.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2015 | 18:37 Uhr

Nachdem eine Autofahrerin auf der Autobahn in Höhe Tornesch, Fahrtrichtung Hamburg, auf den in Schlangenlinien geführten Lkw aufmerksam geworden war, verständigte sie die Polizei und teilte ihre Wahrnehmungen über die auffällige Fahrweise des polnischen Sattelzuges mit. Die Beamten trafen den Lastwagen in Höhe Pinneberg-Mitte an und stoppten diesen. Eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit beim 27-jährigen Fahrer wurde nicht festgestellt, wohl aber ein technischer Defekt an dem mit 25 Tonnen Papier beladenen Sattelzug. Eine blockierte Bremse an der Mittelachse des Lkws wurde mithilfe eines Spannbandes „behoben“. Die Achse wurde dabei mit dem Band hochgebunden. Die beiden verbliebenen Achsen des Aufliegers mussten somit das gesamte Gewicht tragen und die entsprechende Bremskraft aufbringen, was, so die Polizei, nahezu unmöglich gewesen sei. Insofern erklärt sich auch die schlingernde Fahrt des Lastwagens.

Die Polizei sagt, dass während der Fahrt die akute Gefahr des Umkippens des Sattelzuges bestanden habe. Auch hätte die vordere Achse des Aufliegers beim Durchfahren einer Kurve unter der schweren Last brechen können.

Die Polizei begleitete den Sattelzug mit zwei Streifenwagen im Schritttempo bis auf das Gelände des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers in Elmshorn und untersagte die Weiterfahrt. Zudem erhoben die Beamten eine Sicherheitsleistung in Höhe von 385 Euro. Der Auflieger wird jetzt von einem Lkw-Service repariert. Bis dahin muss sich der Fahrer in der Krückaustadt aufhalten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert