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DRK-KITa-Neubau : Abwägung aller Interessen und Folgen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Elternvertreter des DRK-Kindergartens haben die Kreiselternvertretung eingeschaltet und nun hat auch diese Kritik an der Entscheidung der Tornescher Politik (Mehrheitsbeschluss CDU/Grüne) geübt, dass der Neubau des Kindergartens nicht am Schützenplatz, sondern auf dem bisherigen Gelände an der Friedlandstraße erfolgen soll.

shz.de von
erstellt am 22.Dez.2011 | 21:39 Uhr

Der Unmut der Eltern sei verständlich, da die Verwaltung im Frühjahr 2011 den Eindruck erweckt habe, dass der Standort Schützenplatz beschlossene Sache sei, melden sich die Grünen zu Wort. Über all die Bedenken der Kreisbehörde zum Standort Schützenplatz und den Verwaltungsvorschlag Standort Pommernstraße seien weder die Eltern, noch der Kindergartenträger von der Verwaltung informiert worden. „Das alles hat zur Verunsicherung und zu Vertrauensverlust geführt“, so Helga Rahn, Grünen-Mitglied im Sozial- und Bildungsausschuss und ehemalige langjährige Leiterin des DRK-Kindergartens Friedlandstraße.

Wie die CDU führen auch die Grünen für ihre Standort-Entscheidung an: die fußläufige Erreichbarkeit, die Nähe zum Bahnhof und die nur in 100 Metern Entfernung geplanten 250 Wohneinheiten auf dem FCU-Sportplatzgelände. Für die Grünen gibt es aber auch pädagogische Faktoren, den Kindergarten an diesem Standort neu zu bauen: die Möglichkeit, zu Fuß mit den Kindern die Stadt zu erkunden sowie Bahnhof, Bücherei und Geschäfte aufzusuchen. „Auch am Standort Friedlandstraße sind sogenannte Synergieeffekte mit den Schulen möglich. Die Zusammenarbeit funktionierte auch bisher“, weiß Helga Rahn aus eigener Tätigkeit.

Gegen den Schützenplatz-Standort sprechen, so die Grünen, die dortige Verkehrssituation, zusätzliche Kosten für ein Bauleitverfahren und eine an das DRK zu zahlende Ablösesumme im sechsstelligen Bereich für das Erbbaurecht auf dem Grundstück an der Friedlandstraße. Zudem verweisen die Grünen darauf, dass auch für den Schützenplatz eine zweistöckige Gebäudelösung vorgeschlagen wurde. „Wichtig bei der Standortbetrachtung ist der Blick auf die nächsten 40 Jahre. Eine Übergangslösung für etwa ein Jahr bedeutet nicht zwangsläufig eine Belastung für die Kinder“, so Helga Rahn. Zudem sieht ihre Fraktion keine Dringlichkeit, 2012 den Kindergarten neu zu bauen, denn Heizungsanlage und Fenster wurden gerade erst erneuert. Die Grünen betonen, dass ein Neubau von der Verwaltung erst im Zusammenhang mit dem Wunsch nach einer Tennishalle ins Spiel gebracht worden sei.

„Unsere Verantwortung liegt in der Abwägung aller Interessen. Deshalb darf es in dieser Sache keine Denkverbote geben. Denn zwei weitere Alternativen zum Neubau sind noch gar nicht in Betracht gezogen worden“, so die Grünen. Sie denken da an einen Kindergarteneubau auf dem Gelände des FCU-Sportplatzes Friedlandstraße oder an das Neubaugebiet Tornesch Ost. „Wird dort nicht eventuell ein KiTa-Neubau erforderlich?“, fragen die Grünen.

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