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Ruhestand : Abschied in der kleinen Bücherstube

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Tschüss, adé, bye bye stand auf den liebevoll aus Farbkarton ausgeschnittenen Vögeln, in deren Mitte ein Stück Schokolade klebte. Es war ein Abschiedsgeschenk der Frau, die in den vergangenen 27 Jahren die kleine Heistmer Gemeindebücherei betreut, weiterentwickelt und damit geprägt hat: Foline Manske ist gestern in den Ruhestand gegangen und überlässt ihrer Nachfolgerin Mirja Mehlen ein hervorragend bestelltes Feld.

„Unzählige Menschen habe ich in dieser langen Zeit kennengelernt. Inzwischen kommen schon diejenigen mit ihren Kindern, die einst selber als Kinder hier Bücher ausgeliehen haben“, sagte sie. Für Foline Manske sind es Jahre mit unvergesslichen und schönen Begegnungen und Erlebnissen.

60 Jahre ist ihre Bücherei im vergangenen Jahr alt geworden. Heute füllen gut 5000 Werke die schönen Kieferregale, alle in Top-Zustand und sortiert. Dabei hat 1954 alles sehr klein angefangen, nämlich mit gerade mal einem Buch, das im Herrenzimmer von Bernhard Siemonsen senior aufbewahrt wurde. Dass damals schon 250 Besucher regelmäßig in selbiges strömten, darf bezweifelt werden, aber heute sind es so viele, die in den ersten Stock der Grundschule kommen, wo die Bücherei untergebracht ist. Erwachsene gehören ebenso zur treuen Leserschaft der Werke wie die Kinder.

Wenn sie kommen, dann auch, um mit Foline Manske und nun ihrer Nachfolgerin zu klönen und so nebenbei auch in dem einen oder anderen Buch zu stöbern. „Gerade bei der Auswahl der Kinderbücher ist Sorgfalt wichtig“, sagte Foline Manske. Gute Literatur hat sie aber in der Vergangenheit nicht nur den kleinen Lesern anbieten können. Auch für die Großen war sie ständig auf der Suche nach lesenswerten Neuerscheinungen. Dass sie immer wusste, welche literarische Kost bei ihren treuen Lesern besonders gut ankommt, hat ihr die Arbeit durchaus erleichtert.

„Es sind keineswegs nur die Krimis, die bevorzugt werden. Auch Romane werden viel gelesen“, sagte sie. Wer nicht selber suchen mochte, verließ sich in der Vergangenheit nur zu gerne auf die erfahrene Büchereileiterin. „Haben Sie was für mich, Frau Manske?“ war denn auch eine häufig gestellte Frage. Eine, die zukünftig nun Mirja Mehlen beantworten wird! „Sie haben wirklich tolle Arbeit geleistet“, sagte Bürgermeister Jürgen Neumann, der gestern nicht nur Abschied nahm,. sondern auch gleich Foline Manskes Nachfolgerin begrüßte. Mirja Mehlen, Mutter von drei Kindern, liest selber gerne und besucht seit vielen Jahren regelmäßig die Bücherei.

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erstellt am 31.Aug.2015 | 21:23 Uhr

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