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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 14:36 Uhr

nNubaupläne : Abriss des Bleekerstifts?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Rosen- und Hochzeitsstadt gibt es nur wenig großflächiges Brachland, das sich zur Bebauung eignet. Stattdessen wird oft verdichtet oder ersetzt. Flächenrecycling schont aber auch die Umwelt, weil eine Neuversiegelung unterbleibt.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 22:02 Uhr

Unter diesem Aspekt wird derzeit das städtische Grundstück an der Reeperbahn beziehungsweise die mit dem ehemaligen Krankenhaus bebaute Fläche an der Bleekerstraße beleuchtet, welche sich im Eigentum der RegioKliniken/ Sana befindet. Bereits im September haben sich die Mitglieder des Bauausschusses mit einem Kaufangebot der Firma Noah aus Heede befasst. Das Unternehmen bot an, auf dem städtischen Grundstück 30 Wohnungen zu bauen und avisierte der Stadt einen Kaufpreis von 457600 Euro, 52000 Euro mehr als verlangt.

Nun ist der Kaufpreis für ein Grundstück in einer relativ sensiblen Lage (Altstadt) nicht alleinentscheidend. Auch die städtebauliche Verträglichkeit wird durch Verwaltung und Politik geprüft. Wie ist der zusätzliche Verkehr zu bewerten? Reichen die Kapazitäten an der Reeperbahn und der Bleekerstraße aus, weitere Autos aufzunehmen? Auch ein Verkehrskonzept wird daher unter Umständen verlangt. Im September signalisierten die Politiker der Firma Noah grundsätzliches Interesse, wollten aber weiteren Investoren Gelegenheit geben, ihre Pläne vorzustellen und verschoben eine Entscheidung auf den 31. Oktober.

Drei weitere Interessenten haben sich inzwischen gemeldet: die Firma Lübbert Wohnungsbau aus Uetersen (Kaufangebot 400000 Euro), Architekt Maik Timm aus Uetersen (Kaufangebot 450000 Euro) und die Firma Semmelhaack aus Elmshorn (Kaufangebot ebenfalls 450000 Euro). Diese drei Konzepte sollen am Donnerstag während der Bauausschusssitzung vorgestellt werden. Sitzungsbeginn im Rathaus ist um 19 Uhr. Firma Lübbert plant, auf dem städtischen Grundstück zwei Wohngebäude mit jeweils acht Wohnungen zu errichten. Diese Gebäude haben zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss. Auf dem Gelände des Grundstücks soll eine harmonische Erschließung durch Wege und kreisförmig gestaltete Kreuzpunkte erfolgen.

Der Uetersener Architekt plant ein Wohnprojekt, das aus einer zeitgemäßen, modernen Kombination aus einer im Erdgeschoss befindlichen Senioren-Wohngemeinschaft mit rund zwölf Bewohnern besteht, die durch einen ambulanten Pflegedienst betreut werden und zudem aus zwölf kleinen Eigentumswohnungen. Timm ist es wichtig, dass der Geist von Cecilie Bleeker gewahrt wird, die, so der Architekt, „sicherlich einen behutsamen Umgang mit dem Bestand des Areals und ein medizinisches sowie soziales Neukonzept begrüßen würde“.

Als einziger Investor bietet die Firma Semmelhaack an, das gesamte Areal zu überplanen. Auf dem rund 11000 Quadratmeter großen Grundstück wird die Errichtung von barrierefreien, altersgerechten, und modernen Geschosswohnungen geplant. Eine öffentliche Teilförderung wird dabei angestrebt, „um auch den Bevölkerungsgruppen, die nach den Förderrichtlinien förderfähig sind, attraktiven, modernen Wohnraum zu bezahlbaren Mieten im Zentrum Uetersens zur Verfügung zu stellen“, heißt es im Angebotstext. Errichtet werden sollen acht Gebäude mit insgesamt rund 120 Wohnungen. Der Baukörper Bleekerstift würde dabei abgerissen. Inzwischen liegt auch eine erste Stellungnahme der Politik vor. Geäußert haben sich die Grünen“.

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