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Uetersener Nachrichten

16. August 2017 | 22:11 Uhr

Thujapark : Abholzung hat einen Sinn

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der Sitzung des Umweltausschusses im November vergangenen Jahres hatte die Verwaltung die Politiker darüber informiert, dass bis März 2012 im städtischen Baumbestand etliche Baumfällungen notwendig sind, darunter auch eine größere Fällaktion im Bereich des Regenrückhaltebeckens Ahrenloher Straße/Thujapark.

Das Ergebnis am Regenrückhaltebecken hat bei den Grünen-Politikern für Unmut gesorgt. Sie brachten dies bei der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses zur Sprache und wollten wissen, welche Notwendigkeit für das „Fällen in dieser rigorosen Art und Weise“ bestanden hat und wie hoch die Kosten für diesen „Kahlschlag“ sind. Rainer Lutz, Stabstelle Umweltschutz im Tornescher Rathaus, erklärte, warum die größere Baumfällaktion notwendig war. „Das Regenrückhaltebecken wurde vor 20 Jahren angelegt und auf Wunsch der Politik naturnah bepflanzt. Die Bepflanzung war sehr dicht erfolgt, nun mussten wir etwas tun“.

Denn die Weiden und Sträucher hatten mittlerweile nicht nur zur Beschattung der dortigen Reihenhäusergrundstücke geführt, sondern waren auch zu einem Problem für das Regenrückhaltebecken geworden. Durch herabfallende Blätter hat sich eine dicke Schlammschicht entwickelt. „Wir werden das Regenrückhaltebecken auskoffern müssen“, kündigte Rainer Lutz an. Die Unterhaltungsmaßnahme sei so erfolgt, dass innerhalb eines Jahres die Weiden wieder gut nachwachsen würden, so Rainer Lutz. Und er wies darauf hin, dass die Bäume und Sträucher am Beckenrand zur Ahrenloher Straße bewusst nicht geschnitten wurden, um dort den Schallschutz zu erhalten. Sobald der jetzt zurückgeschnittene Bestand nachgewachsen sei, erfolge auf der Seite zur Ahrenloher Straße die Rücknahme des Pflanzbestandes.

Die Abholzaktion am Regenrückhaltebecken hat 7000 Euro gekostet. Zudem wurden 3000 Euro in einen Zaun auf der Seite der Reihenhäuser investiert, um einen unberechtigten Zugang zum Regenrückhaltebecken zu unterbinden. Die Kosten trägt der Abwasserbetrieb. Bei den anderen naturnah bepflanzten Regenrückhaltebecken müssten in den nächsten Jahren ähnliche Unterhaltungsmaßnahmen erfolgen, kündigte Rainer Lutz an.

Die Grünen-Politiker baten darum, künftig „behutsamer“ vorzugehen.

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erstellt am 03.Mai.2012 | 19:45 Uhr

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