Bauarbeiten an der Hochfeldstraße : Abgehängt: Mit der Schubkarre zur Haustür

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Erwin Stahl ist Anwohner der Hochfeldstraße. Die wird gerade, kostenpflichtig für alle Grundstückseigentümer, ausgebaut. Einige Häuser sind derzeit mit dem Auto nicht mehr erreichbar.

shz.de von
15. Mai 2015, 18:38 Uhr

„Man sagte uns, dass dieser Zustand drei bis vier Tage anhalten werde, jetzt geht das schon über Wochen so, seit Ende März“, ist Stahl verärgert.

Besonders prekär und am Ende auch skurril wird die Situation nach Großeinkäufen. Dann muss der Wagen der Familie nämlich, insofern dort eine Parkbucht gefunden wird, rund 200 Meter von der Wohnung abgestellt werden. Um dann nicht fünf oder sogar sechsmal laufen zu müssen, hat der Uetersener seiner Schubkarre einen neuen Verwendungszweck zukommen lassen, transportiert die Einkäufe mit dieser zu seinem Grundstück. Mehrmals in der Woche und auch für seine Schwiegermutter.

Erwin Stahl hat bei der Stadt bereits vorgesprochen. Dort sei er immer wieder vertröstet worden.

Nun, da nicht nur drei, vier Tage, sondern inzwischen sogar mehr als drei, vier Wochen vergangen seien, solle die Öffentlichkeit von dem Zustand erfahren, der sich in dieser Anliegerstraße derzeit abspiele.

So nämlich ist sie seitens der Stadt definiert worden. Stahl und weitere Anwohner halten das für einen Hohn. Denn die neuen Baugebiete im Norden der Stadt hätten den Charakter dieser Straße verändert.

Hinsichtlich dieser Frage ist der Verlauf der „Front“ klar. Denn dabei geht es um viel Geld. Gilt eine Straße als Anliegerstraße, müssen vom Bürger 85 Prozent der umlagefähigen Kosten übernommen werden.

Bei Haupterschließungsstraßen beträgt dieser Anteil gemäß des geltenden Ortsrechts 55 Prozent, bei Durchgangsstraßen sogar nur 35 Prozent.

Für die Anwohner ist die Hochfeldstraße allerhöchstens eine Haupterschließungsstraße.

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