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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 17:23 Uhr

Kritik : Abgang mit Paukenschlag

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein SPD-Urgestein wirft das Handtuch. Uwe Mahnke hat während der jüngsten Finanzausschusssitzung seinen Rücktritt zum 1. Oktober erklärt. Politische Entscheidungen und die Auswirkungen auf seine Gesundheit gibt er in einer persönlichen Erklärung als Gründe für seinen Rückzug an.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2014 | 18:24 Uhr

Der Umgang mit gemeindlichen Beschlüssen regt ihn auf. Besonders den Bauausschuss und die Arbeit an der „Schafweide“ hat der Sozialdemokrat dabei im Visier. „Ich kann es nicht mittragen, dass einige Grunsdstückseigentümer mit der Kettensäge ihren eigenen B-Plan schaffen und dann auch noch bei gemeindlichen Gremien auf Toleranz stoßen“, sagt er mit Blick auf Baumfällaktion am Grothar und in der Nähe des Rewe-Supermarkt.

Y Kritik übt er in diesem Fall auch an der Kreisverwaltung. Unzählige Male habe er dort angerufen, doch es habe sich niemand darum gekümmert, so Mahnke.

Mit der Kommunalwahl 2013 hatte die CDU auch den Zugriff auf das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters verloren. Mahnke folgte auf Georg Plettenberg (CDU). Man habe ihm die Arbeit nach Kräften schwer gemacht, berichtet er. „Der Bürgermeister überließ mir gerne Termine in Quickborn, Barmstedt oder Horst“, erinnert sich der Genosse, „nur nicht in der Gemeinde Moorrege.“

Krankheitsbedingt hatte Mahnke am Anfang des Jahres eine Auszeit genommen, stieg anschließend wieder in die Dorfpolitik ein. „Ich dachte, schnell wieder in gewohnter Weise meine Arbeit aufnehmen zu können“, sagte „Das war ein Trugschluss.“ Zu sehr hat er sich geärgert. „Ich will vermeiden, dass mein Bild das nächste Mal mit einem dicken schwarzen Rahmen in der Heimatpresse auftaucht.“

Mahnke engagiert sich seit 40 Jahren in der Ortspolitik. 1978 wurde er in die Gemeindevertretung gewählt. Seit 1990 ist er Finanzausschussvorsitzender, steht seit 1994 an der Spitze der SPD-Fraktion.

Es gebe manche Bürger, die die politischen Verhältnisse in Moorrege kritisierten, so Mahnke. Die würden sich jedoch nicht engagieren, um etwas zu ändern. Der Genosse geht nicht davon aus, dass sich das in Zukunft ändern wird.

Der Moorreger SPD will er erhalten bleiben. „Ich bedanke mich bei meinen politischen Mitstreitern und wünsche Ihnen eine erfolgreiche Zukunft.“

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