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Schutz entfällt : Ab 2012 wird auch Hartz-IV gepfändet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Verschuldeten Menschen droht ab 1. Januar der Verlust von Sozialleistungen und Kindergeld. Michael Danker, Leiter der Schuldnerberatung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Pinneberg, und das Jobcenter für den Kreis Pinneberg raten dazu, dringend Vorkehrungen zu treffen.

shz.de von
erstellt am 12.Dez.2011 | 19:29 Uhr

Mehr als 4600 Menschen haben im vergangenen Jahr die vier Schuldnerberatungsbüros sowie die 13 Sprechstunden der AWO im Kreis Pinneberg aufgesucht. Viele können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Oft pfänden Gläubiger deshalb die Konten der Schuldner. Dieses Schicksal trifft laut Danker in Deutschland monatlich rund 370000 Menschen. Das Pfändungsschutzrecht sorgte bisher dafür, dass Inhaber von Girokonten trotz Pfändung innerhalb von 14 Tagen ihre Sozialleistungen abheben durften. Doch dieses Recht fällt am 31. Dezember weg. Künftig dürfen Gläubiger auch Hartz-IV und das Kindergeld einziehen.

„Um hier wirkungsvoll vorzubeugen, ist es dringend angeraten, bestehende Giroverbindungen in sogenannte Pfändungsschutz-Konten (,P-Konten’) umzuwandeln“, sagte Danker. Allein die P-Konten bieten ab 1. Januar noch einen Pfändungsschutz. Der Inhaber kann dann einen Monat lang bis zu einer Höhe von 1028,89 Euro über sein Einkommen verfügen.

„Hierfür bedarf es keiner gesonderten Bescheinigung, es genügt der Antrag bei der Bank“, so Danker. Wer Unterhalt zahlen muss oder Sozialleistungen für Familienangehörige erhält, kann den Freibetrag erhöhen lassen.

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