Tornesch : Über 80 Prozent der Autofahrer halten sich nicht an Tempo 30 im Moorreger Weg

Avatar_shz von 13. August 2021, 18:00 Uhr

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Im Tornescher Moorreger Weg ist Tempo 30 vorgeschrieben. Eine Geschwindigkeitsmessung ergab, dass sich nur 15 Prozent der Fahrzeugführer daran gehalten haben. Jeder zweite Fahrzeugführer fuhr schneller als 38 km/h. Nach der Baustellenzeit in der Straße soll die Messung wiederholt werden.
Im Tornescher Moorreger Weg ist Tempo 30 vorgeschrieben. Eine Geschwindigkeitsmessung ergab, dass sich nur 15 Prozent der Fahrzeugführer daran gehalten haben. Jeder zweite Fahrzeugführer fuhr schneller als 38 km/h. Nach der Baustellenzeit in der Straße soll die Messung wiederholt werden.

Nach einer Anliegereingabe wurde das stadteigene Geschwindigkeitsmessgerät aufgestellt. Die Messung führte zu deutlichen Ergebnissen.

Tornesch | Auf Anliegerwunsch hatte der Bau- und Planungsausschuss Tornesch die Verwaltung gebeten, im Moorreger Weg das stadteigene Geschwindigkeitsmessgerät aufzustellen. In der Eingabe war darauf hingewiesen worden, dass in der Straße Tempo 30 nicht eingehalten wird. Die Messung ergab, dass sich etwa 15 Prozent der Fahrzeugführer an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit gehalten haben. Die durchschnittlich gemessene Geschwindigkeit lag bei etwa 38 Kilometer pro Stunde. Verwaltung lehnt weitere Tempo-30-Schilder ab Die Verwaltung wies in ihrer Auswertung darauf hin, dass aufgrund der aktuellen Baustellen- und Vollsperrungssituation im Zusammenhang mit der Kanalisationserneuerung im Moorreger Weg die Beurteilung der Ergebnisse schwer falle. Mit weiteren Tempo-30-Schildern, wie von einem Anlieger gewünscht, Fahrzeugführer auf das Einhalten der vorgeschriebenen Geschwindigkeit hinzuweisen, lehnte die Verwaltung ab. Messung soll nach Baumaßnahme wiederholt werden Auch die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses plädierten dafür, die Geschwindigkeitsmessung im Moorreger Weg zu einem späteren Zeitpunkt nach Beendigung der Straßenbaumaßnahmen zu wiederholen, um beurteilen zu können, wie sich die Verkehrssituation im Normalbetrieb darstellt. Denn nach Beurteilung der Verwaltung würden aufgrund der aktuellen Sackgassensituation mutmaßlich ausschließlich Anlieger die Straße befahren. Das Geschwindigkeitsmessgerät war im Moorreger Weg vom 3. bis 11. Juni und vom 6. bis 15. Juli auf Höhe der Hausnummer 18 aufgestellt worden. Die Messung erfolgte an den betreffenden Tagen jeweils über 24 Stunden. Die Messungen ergaben, dass sich 15 Prozent der Fahrzeugführer an Tempo 30 hielten. 50 Prozent der Fahrzeugführer fuhren etwa 38 km/h, die anderen 50 Prozent schneller. Anlieger sieht weitere Tempo-30-Schilder gerechtfertigt Aufgrund der Messung, die eben auch ergeben habe, dass in den Nachtstunden 60 bis 80 km/h gefahren worden sei, sehe er gerechtfertigt, dass weitere Tempo-30-Schilder als Hinweis aufgestellt werden müssten, merkte der Anlieger in der Bürgerfragestunde der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Montag (9. August) an. Bauausschussvorsitzender Henry Stümer (CDU) bezeichnete die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit als „nicht schlecht“ und Bürgermeisterin Sabine Kählert (parteilos) merkte an, dass die Vernunft von Verkehrsteilnehmern nicht durch einen Schilderwald erreicht werde, zumal Tornesch dort nicht in Eigenregie das Aufstellen weiterer Tempo-30-Schilder entscheiden könne, sondern die Kreisbehörde. Das Argument des Schilderwalds ließ der Anlieger nicht stehen. „Alle 50 Meter gibt es jetzt dort Parkverbotsschilder wegen der Baustellensituation“, sagte er. Bürgermeisterin Sabine Kählert (parteilos) versprach, mit dem Kreis in Kontakt zu treten. ...

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