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Genetischer Zwilling für Susanne gesucht : 832 Lebensretter bewiesen Solidarität

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

832 mögliche Lebensretter für Susanne, der an Leukämie (Blutkrebs) erkrankten Mutter zweier Kinder, hatten sich am Sonnabend in der Sporthalle der Birkenalleeschule eingefunden. Vier Mütter und eine Arbeitskollegin der Erkrankten hatten die Idee für diese Typisierungsaktion, setzten sich mit der DKMS (Deutsche Knochenmark-Spenderdatei) zusammen und planten mit dieser Organisation den großen Tag für Susanne. Auch die Uetersener Nachrichten beteiligten sich im Vorfeld der Typisierungsaktion an der Initiative.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2013 | 21:46 Uhr

In Zusammenarbeit mit der DKMS wurde der Öffentlichkeit Hintergrundwissen zuteil und ein Fall veröffentlicht, bei dem ein Tornescher Leben retten konnte.

Ein gutes Beispiel auch für Susanne? Klar, könne es sein, dass sich unter den Freiwilligen, die sich am Sonnabend Blut abnehmen ließen beziehungsweise eine Speichelprobe abgaben, ein genetischer Zwilling befinde, wollte auch Rolf Heidenberger („Vater“ von „Appen musiziert“) nicht ausschließen. Doch gehe es auch darum, den DKMS-Pool von derzeit rund zwei Millionen Dateien zu erweitern, um weltweit helfen zu können, sagte Heidenberger, der sich über das Festival der Freiwilligen Feuerwehr Appen bekanntlich seit Jahren für schwerstkranke Kinder engagiert. Denn die DKMS sei europa- und sogar weltweit vernetzt. Neues Stammzell-Material werde daher global bekannt. Die Hoffung von Susanne ist es, dass möglichst bald ein passender Spender gefunden wird, denn sonst kann sie nicht überleben.

Schirmherr am Sonnabend war Landrat Oliver Stolz. Er zeigte sich angesichts des gewaltigen Zulaufs der Freiwilligen beeindruckt. Es sei schön zu sehen, wie sich die Menschen im Kreis solidarisierten. Entgegengenommen werden konnten auch viele Spenden. Schließlich ist das Verfahren, mit dem die Stammzellen untersucht und registriert werden, sehr teuer. Für eine solche Untersuchung werden 50 Euro benötigt. Die Wählergemeinschaft „Bürger für Bürger“ (BfB) spendete 500 Euro. Der Lionsclub Elbmarsch stiftete 1000 Euro und konnte eine weitere Privatspende in Höhe von 1000 Euro entgegennehmen. Rolf Heidenberger brachte 3000 Euro mit nach Uetersen. Insgesamt sind bislang rund 20000 Euro auf das Sonderkonto für Susanne eingegangen. Für die Laborkosten werden jedoch 41600 Euro benötigt. Die DKMS teilt mit, dass das Konto mit dem Stichwort „Susanne“ noch etwa einen Monat lang aktiv bleibt. Es lautet 510134646 bei der Sparkasse Südholstein.

Der Sanitätsdienst am Sonnabend lag in den bewährten Händen des Uetersener DRK.

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