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Amtsausschuss Moorrege : 7772 Euro für Rücklage

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kämmerer Jens Neumann hat den Mitgliedern des Amtsausschusses des Amtes Moorrege einen erfreulichen Jahresabschluss 2015 präsentiert: Die Mehrkosten konnten gedeckt, die Einnahmen erhöht und die Ausgaben gesenkt, der finanzielle Mehraufwand für die Flüchtlingsunterbringung aufgefangen und das Rücklagenkonto um 7772 Euro aufgepolstert werden, anstatt ihm – wie im Vorjahreshaushalt vorgesehen – 179000 Euro zu entnehmen.

Daraufhin fiel es den Vertretern der amtsangehörigen Gemeinden Heist, Moorrege, Holm, Heidgraben, Neuendeich, Groß Nordende und Appen leicht, den Vorhaben der Verwaltung, sich breiter aufzustellen, zuzustimmen. Für die anschauliche PowerPoint-Präsentation des Kämmerers gab es Applaus und lobende Worte. „So macht es Spaß, den Ausführungen zum Haushalt zu folgen“, sagte Amtsvorsteher Walter Rißler. Neumann stellte zum 31. Dezember 2015 einen Verwaltungshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 3,9 Millionen Euro, einen Vermögenshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 230000 Euro und eine Rücklage in Höhe von 257023 € vor. 68000 Euro werden dem Sparkonto laut Plan in diesem Jahr entnommen, so dass sich zum 31. Dezember 2016 voraussichtlich 188823 Euro in der Rücklage befinden.

Weil die „personelle Ausstattung der Amtsverwaltung nicht mehr ausreichend ist“, folgte der Amtsausschuss dem Wunsch von Amtsdirektor Rainer Jürgensen und den Verwaltungsmitarbeitern, den Stellenplan zu erweitern. Eine Arbeitsgruppe hatte eine elf Punkte umfassende Vorlage erarbeitet. Ferner wurde eine Änderung der Organisationsstruktur beschlossen. Die zehn Jahre praktizierte Teamstruktur, in der die Teamsprecher keine Weisungsbefugnis besitzen, soll zum 1. Juni 2016 durch Fachteams mit weisungsbefugter Leitung ersetzt werden.

Einstimmig begrüßten die Mitglieder des Amtsausschusses die Gemeinden des bisherigen Amtes Haseldorf in ihrer Mitte. Die Bürgermeister Uwe Schölermann aus Haseldorf, Rolf Herrmann aus Haselau und Monika Riekhof aus Hetlingen nahmen als Gäste an der Versammlung im Heistmer „Lindenhof“ teil. Amtsdirektor Jürgensen wurde beauftragt, das Innenministerium über den Beschluss zu informieren. Weil beide Ämter den Schritt gehen wollen, gilt es als sicher, dass Minister Stefan Studt zustimmen wird und die drei Dörfer vom 1. Januar 2017 an von Moorrege aus verwaltet werden.

Die Vergrößerung des Amtsbereichs erfordert eine Erweiterung des Amtshauses. Das „Wie“ soll in einer Arbeitsgruppe entwickelt werden. In ihr werden Amtsvorsteher Rißler, Amtsdirektor Jürgensen, Rolf Herrmann, Leiter des Amtes Haseldorf, Hauptausschussvorsitzender Jürgen Neumann, Vertreter der Verwaltung, des Personalrats und Gleichstellungsbeauftragte Christine Neermann Ideen sammeln.

Amtsausschuss berief Flüchtlingshelfer

Eine neue Verordnung des Landes Schleswig-Holstein verlangt, für die Aufwandsentschädigung von Flüchtlingshelfern eine rechtlich solide Grundlage zu schaffen. Deshalb beriefen die Mitglieder des Amtsausschusses Ansprechpartner. Wolfgang Aschert und Dieter Norton wurden zu Flüchtlingskoordinatoren ernannt. Weitere Flüchtlingsbeauftragte sind Irmgard Voß aus Heidgraben, Ursula Glage aus Moorrege, Kirsten Both aus Heist und Ulrich Rahnenführer aus Appen. Aktuell werden 320 Asylbewerber im Amtsbereich betreut. 713247 Euro kostete die Unterbringung von Flüchtlingen 2015. Eingeplant waren 360000 Euro. 548211 Euro wurden über das Asylleistungsgesetzt erstattet. Vorgesehen waren 275000 Euro Rückerstattungskosten. 52361 Euro der Personalkosten, die im Bereich der Flüchtlingsaufnahme anfielen, erstattete das Land. Ausgegangen war man im vergangenen Jahr von 22000 Euro. Der Eigenanteil des Amtes Moorrege betrug damit 112665 Euro. Laut Plan wären es 63000 Euro gewesen. Die Mehrkosten wurden im Wesentlichen durch Mehreinnahmen bei Verwaltungs- und Beitreibungsgebühren sowie Minderausgaben bei Personalkosten (112944 Euro) und Bewirtschaftungskosten (25431 Euro) aufgefangen.

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erstellt am 28.Mär.2016 | 21:21 Uhr

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