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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 13:53 Uhr

Statistik : 713 Väter nahmen Elternzeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

713 Väter, deren Kind in 2013 zur Welt kam, haben Elterngeld bezogen. Gemessen an der Gesamtzahl der im Kreis Pinneberg geborenen Kinder entspricht das einer Quote von 29,1 Prozent. Landesweit liegt der Durchschnitt bei 26,7 Prozent. Spitzenreiter ist der Kreis Stormarn mit 35,7 Prozent, Schlusslicht die Stadt Neumünster mit 16 Prozent.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 20:16 Uhr

„Im Kreis Pinneberg hat damit fast jeder dritte Papa die Chance genutzt, sich um die Betreuung seines Kindes zu kümmern“, sagte Peter Rupprecht von der Krankenkasse IKK, die entsprechende Daten des Statistischen Bundesamtes auswertete. Demnach sind die Väter im Kreis Pinneberg auch hinsichtlich der Länge der familiären Auszeit vorbildlich: Die durchschnittliche Bezugsdauer des Elterngeldes lag bei drei Monaten (Land: 3,3 Monate), die Höhe des monatlichen Elterngeldes betrug im Durchschnitt 1255 Euro (Land: 1155 Euro). Bundesweit gibt es bei der Elternzeit deutliche regionale Unterschiede. Während Länder wie Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen oder Thüringen an der Spitze liegen, tun sich die Väter in Schleswig-Holstein, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen eher schwer. Einzige Ausnahme ist Hamburg mit einer Quote von 35, 2 Prozent.

Soziologen machen unter anderem die wirtschaftliche Stärke und damit das Einkommensniveau einer Region für die Unterschiede verantwortlich. Wer gut verdient, bekommt auch ein höheres Elterngeld und kann sich die Auszeit eher leisten. Das gilt auch für die Verdienstmöglichkeiten im Hamburger Speckgürtel, zu dem der Kreis Pinneberg gehört. Hinzu kommt, dass sich große Unternehmen grundsätzlich leichter tun, wenn ihre männlichen Angestellten in Elternzeit gehen. Kleineren Unternehmen und Familienbetrieben fällt es schwerer, den Ausfall eines Mitarbeiters zu kompensieren.

Rupprecht warb dennoch für die Nutzung des Angebots. „Wer Elterngeld beantragen möchte, muss das schriftlich tun. Zuständig ist die Außenstelle Heide des Landesfamilienbüros im Landesamt für soziale Dienste“, sagte er. Bei den gesetzlichen Krankenkassen besteht die Mitgliedschaft während des Elterngeldbezuges fort.

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