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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 20:16 Uhr

Fußball : 7:6 im Jahrhundert-Spiel

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Alle Zuschauer, Spieler und Verantwortlichen, die am Sonntag das Kreisliga-Derby zwischen den 1. Herren des Heidgrabener SV und den 1. Männern des Moorreger SV verfolgten, werden sich noch Jahrzehnte daran erinnern. „Es war ein Wahnsinnsspiel“, sagte HSV-Coach Ove Hinrichsen angesichts von insgesamt 13 (!) Toren in 93 Minuten, während MSV-Trainer Arne Frank den Begriff vom „Jahrhundertspiel“ bemühte.

shz.de von
erstellt am 21.Sep.2015 | 21:21 Uhr

Die ersten drei Treffer er- zielten die Moorreger ‒ darunter war ein Eigentor, das Felix Giesbrecht beim Start-Elf-Debüt in der Kreisliga unterlief. Als er einen von Erkan Karakas für Alexander Martin gedachten Pass klären wollte, überlupfte er seinen Torwart Jan-Niklas Bohl zum 1:0 (7.). Die Gäste schlugen aber zügig zurück: Giesbrecht eroberte einen Ball, der dann über Christian Posern zu Philip Zink kam, der zum 1:1 ausglich (10.). Nur eine Minute später brachte Marvin Hoffmann, wieder nach Vorarbeit von Posern, den MSV in Führung. 2:2 stand es, als Tjorben Fülscher nach einem schönen Angriff der Heidgrabener von links flankte und Martin den Ball am kurzen Pfosten versenkte (28.). Danach übten die Hausherren Druck aus, aber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit brachte Hoffmann erneut die Moorreger in Führung. Diese bauten die Gäste nach dem Seitenwechsel auf 2:4 aus, als Christoph Prüßings Lupfer über den erneut unglücklich agierenden HSV-Keeper Pascal Fritz hinweg ins Netz flog (48.). Nach einer schönen Aktion von Dennis Malysz, der drei Moorreger aussteigen ließ, verkürzte Philippe Schümann aber postwendend zum 3:4 (48.).

Nachdem Schümann zwei gute Chancen zum Ausgleich vergeben hatte (Bohl rettete mehrmals stark), wurde Hoffmann von Manuel Maresch gefoult. Den Elfmeter verwandelte Florian Bloch zum 3:5 (62.). Die Heim-Elf rannte wei- ter an ‒ und drehte die Partie mit drei Toren nach ruhenden Bällen innerhalb von nur neun Minuten zu ihren Gunsten. Martins Freistoß von rechts flog an Freund und Feind vorbei ins lange Eck (73.). Dann köpfte Maik Siebels nach Jesse Jacobsens Einwurf zum 5:5 ein (75.), ehe Jacobsen nach einem Martin-Eckstoß ebenfalls per Kopf das 6.5 gelang (81.). In der Nachspielzeit erreichte die Dramaturgie ihren Höhepunkt. Zunächst foulte Fritz den auf ihn zustürmenden Hoffmann, wofür er die Rote Karte sah. Da das Heidgrabener Wechselkontingent bereits erschöpft war, ging Jacobsen ins Tor und war bei Blochs Strafstoß chancenlos ‒ 6:6 (90.). Drei Minuten später gab es aber auch noch einen Elfmeter für die Heidgrabener, als Mark Zipp im Gäste-Strafraum zu Boden ging. Schümann verwandelte zum 7:6 und zog beim Torjubel sein Trikot aus, wofür er „Gelb-Rot“ sah. 30 Sekunden später erfolgte dann der Abpfiff.

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