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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 08:18 Uhr

7:0 gegen das Schlusslicht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Denk dran, dass du im Tor stehst“, musste sich Benita Thiel am Sonntagvormittag mehrmals von ihren Mitspielerinnen anhören, wenn sie sich weit vor dem eigenen Strafraum in das Aufbauspiel einschaltete. Zum zweiten Mal in Folge hütete Thiel als Vertreterin von Saskia Schippmann (Urlaub) das Tor der 1. Frauen des FC Union Tornesch ‒ und bereitete beim 7:0-Kantersieg gegen den FC Bergedorf 85 II zwei Treffer vor. „Das gibt es wirklich nicht oft“, war auch FCU-Coach Mahdi Habibpur angetan von den Vorbereiter-Qualitäten seiner Aushilfskeeperin.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 18:47 Uhr

Nachdem die Union-Spielerinnen gemeinsam gefrühstückt hatten, gaben sie auf dem Kunstrasenplatz im „Sportpark Torneum“ von Beginn an Gas. Die Bergedorferinnen, die als punktloses Schlusslicht nach Tornesch gereist waren, konnten sich kaum aus der eigenen Spielfeldhälfte befreien. Bereits in der fünften Minute setzte sich Johanna Stutzke stark auf der linken Seite durch und jagte den Ball zum 1:0 in den Winkel. Unaufhörlich rollte der „Union-Express“ weiter in Richtung des 85-Gehäuses: Nach einer Flanke von Josefin Lutz traf Svea-Lynn Schmidt den Ball nicht richtig (8.), aber in der darauf folgenden Minute jagte Lutz die Kugel nach einem Pass von Alla Yanchenko zum 2:0 in den Winkel.

„Dem 3:0 ging ein herrlicher Spielzug voraus“, berichtete Habibpur: Eine Flanke von Nele Grzenkowitz leitete Lutz zu Stutzke weiter, die den Ball ins lange Eck versenkte (13.). In der 17. Minute trat Thiel dann erstmals in Er- scheinung ‒ nicht etwa, indem sie einen Torschuss der Gäste abwehren musste, sondern als sie einen langen Pass nach vorne spielte; Schmidt legte uneigennützig quer zu Stutzke, die zum 4:0 einschob. Sogar 5:0 hieß es, als Lutz sich einen langen Pass von FCU-Kapitänin Grzenkowitz erlief und eiskalt einschoss (24.).

In der Viertelstunde vor der Pause nahmen die Bergedorferinnen aktiver am Spiel teil und kamen sogar zu Chancen: Erst verhinderte Thiel mit einer starken Fußabwehr das 5:1 (39.), dann fischte sie einen Freistoß weg (43.). Nach dem Seitenwechsel zogen die Gastgeberinnen die Zügel wieder an. Und erneut zeichnete sich Thiel als Vorbereiterin aus: Einen von Thiel lang nach vorne geschlagenen Freistoß verlängerte eine 85-Spielerin und Stutzke schoss zum 6:0 ein (51.). Darauf folgten viel Leerlauf sowie zwei von Schmidt vergebene Chancen, ehe sie nach einem Stutzke-Pass den 7:0-Endstand herstellte (83.).

„In der ersten halben Stunde und in den zehn Minuten nach der Pause haben wir richtig gut gespielt und das gemacht, was wir wollten“, sagte Habibpur, der den Sieg „auch in der Höhe verdient“ nannte.

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