Jubiläum : 60 Jahre Hadersleben

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„Mein Glückwunsch gilt nicht nur der Deutschen Schule, sondern auch unserer Patenschaft und unserer Freundschaft, die sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt und verfestigt hat.“ So begrüßte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann die Vertreter der Schule, Eltern, Kinder und Ehrengäste. Eine Delegation von Vertretern der Fraktionen aus dem Kreis Pinneberg, angeführt vom Kreispräsident und Landrat Oliver Stolz hat die Deutsche Schule in Haderslen (Dänemark) besucht. Anlass war das 60-jährige Jubiläum der Patenschaft, die der Kreis Pinneberg 1952 für die Schule der deutschen Volksgruppe in Hadersleben und Umgebung übernommen hatte.

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14. Oktober 2012, 22:14 Uhr

Nach der neuen Grenzziehung nach dem ersten Weltkrieg gab es bei der deutschen Minderheit den Wunsch, die zerrissene Verbindung mit Schleswig-Holstein aufrecht zu erhalten. So wurde bereits in den 20er Jahren die Partnerschaft zwischen der deutschen Volksgruppe in Hadersleben und dem Kreis Pinneberg begründet.

1920 wurde die Deutsche Schule in Hadersleben eröffnet, nach 25-jähriger Arbeit am 3. Mai 1945 von den Dänen geschlossen und 1947 wiedereröffnet. Der Kreis Pinneberg übernahm offiziell im September 1952 die Patenschaft. 1960 wurde der Neubau am Ryes Moellevej eingeweiht, wo nun das Jubiläum gefeiert wurde. Der Kreispräsident berichtete in seiner Ansprache, dass sich Bund und Land Schleswig-Holstein nicht einig darüber waren, wer den größeren Teil der Baukosten der 1963 geplanten Sporthalle zu tragen habe. Der damalige Pinneberger Landrat Schinkel habe daraufhin dem Schulverein Hadersleben angeboten, dass der Kreis Pinneberg die gesamten Baukosten übernehmen würde. Durch diesen Anstoß hätte sich die Landesregierung bewogen gefühlt, dann doch den größten Teil der Finanzierung zu übernehmen. Der Kreis Pinneberg habe allerdings mit einem größeren Zuschuss die Restfinanzierung gesichert.

Als Einweihungsgeschenk des Kreises Pinneberg habe Landrat Dr. Sachse dann die komplette Lautsprecheranlage mit Mikrofon und Verstärker übergeben. „Solche Mittel stehen heute natürlich nicht mehr zur Verfügung, aber die Patenschaft ist im Rahmen der finanziellen Mittel trotzdem immer noch sehr lebendig“, so Tiemann. Davon zeugten auch die Wortbeiträge der Vorsitzenden des „Deutschen Schul- und Kindergartenvereins für Hadersleben und Umgebung“, Henriette Hindrichsen sowie des Schulleiters Philipp Rogge. Auch die Bezirksvorsitzende des BDN (Bund Deutscher Nordschleswiger), die Haderslebener Pastorin Christa Hansen, Pinnebergs Landrat Oliver Stolz und die Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes, Jutta Kürtz sprachen Grußworte. Außerdem wurde ein Grußwort Anke Spoorendonks vom Kreispräsidenten verlesen.

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